Erste Eindrücke zum eigenen 225xe

  • Am Strom selbst kann man nicht erkennen, wie er produziert wurde. Da ist Strom gleich Strom :). Entscheidend ist m.E., was der Anbieter des Stroms mit dem Geld macht. Ein Ökostromanbieter fördert regenerative Energien. Selbst wenn der gesamte Strommix noch 70% nicht-regenerative Energie enthält, hat man mit dem Bezug über einen Ökostromanbieter seinen Teil zum Umweltschutz durchaus getan, denn dadurch wird der Mix sich immer mehr ändern zugunsten regenerativer Energien.


    Aber abgesehen davon, muss ich mich outen, den Hybrid nicht aus reinem Umweltdenken geleast zu haben, sondern weil ich technisch von ihm begeistert bin und weil die Leasingrate beim 225xe erstaunlich gering ist (hohe Rabatte). Für etwa die gleiche Leasingrate hätte ich auch wieder einen Golf nehmen können, einen Highline mit 150 PS. Da war die Sache klar, der 225xe ist für mich viel reizvoller, denn es gibt viel zu entdecken. Wo bekommt man für diese Leasingrate (u.a. dank Hybridprämie ;)) 224 PS mit Allrad? Diesen Fahrspaß gönne ich mir. :)
    j.

  • Servus miteinander,
    sämtliche Links habe ich jetzt nicht mehr parat aber die angefügten sind doch einige zum Thema, positiv wie negativ..


    Ich für mich habe durch bewussten Einsatz des KFZ die private Jahreskilometerleistung von knapp 17.000km auf 6.800 km reduziert.
    Wie das funktioniert:
    - Strecken bis einfach 10 km erledige ich mit dem Fahrrad
    - Fahrten in die Innenstadt bzw. ins Büro erledige ich nur noch ausschliesslich mit U-Bahn bzw. Strassenbahn.


    Wenn ich in München den innerstädtischen Berufsverkehr beobachte stelle ich fest, fast jedes Auto ist gerade mal mit einer Person besetzt und das halte ich für verheerend.
    Was mich bei den Hybriden noch stört ist der akute Leistungsabfall sobald es jahreszeitlich bedingt kalt wird, bis hin zum Totalausfall bei unter -10° und davon hatten wir vergangenen Winter einige Tage.
    Dann schleppt der Hybrid die schweren Batterien mit sich herum was den Kraftstoffverbrauch erheblich in die Höhe treibt.


    Dies jetzt mal auf die Schnelle und als Kurzerklärung.



    https://www.ifeu.de/index.php?…erpunkt_elektromobilitaet


    https://www.priuswiki.de/index.php?title=Hybrid-Batterie


    https://forum.golem.de/komment…3011725,3012325,read.html


    http://www.zeit.de/auto/2012-0…oauto-batterie-kapazitaet


    https://diglib.tugraz.at/downl…808db97f1&location=browse


    Grüße
    Peter :0027:

    BMW Active Tourer 220i Automat
    Werner – Das muß kesseln!!!

  • zur Ergänzung:
    Was eigentlich für eine Kaufentscheidung überhaupt das Hauptkriterium darstellt ist die Reduzierung meines privaten Fahrbetriebes auf reine Überlandfahrten mit Streckenlängen von 150 bis 300 km.
    Damit scheidet ein Hybrid m. E. überhaupt aus weils damit meiner Ansicht nach schlichtweg unwirtschaftlich wird.
    Gruß
    Peter

    BMW Active Tourer 220i Automat
    Werner – Das muß kesseln!!!

  • wenn wir solche Produkte nicht kaufen würden, auch wenn es naiv erscheint, würden sich solche Produkte nie weiterentwickeln.
    Es muss auch nicht alles im leben einem Kosten/Nutzen-Verhältnis standhalten.

  • wenn wir solche Produkte nicht kaufen würden, auch wenn es naiv erscheint, würden sich solche Produkte nie weiterentwickeln.
    Es muss auch nicht alles im leben einem Kosten/Nutzen-Verhältnis standhalten.

    das ist vollkommen richtig!


    Nur für mein eigenes Streckenprofil scheint die Technik nicht ausgereift bzw. würde der positive Effekt wirklich ins Gegenteil umschlagen.
    Sprit-Mehrverbrauch durch das hohe Fahrzeuggewicht!


    Gruß
    Peter :0027:

    BMW Active Tourer 220i Automat
    Werner – Das muß kesseln!!!

  • So sehe ich die Sache auch. Es ist schön zum Fahren, eine interessante Technik und das ganze mit grünem Strom gepaart. Wenn dies auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist, dann hat man derzeit die richtige Entscheidung getroffen.

    Im Sommer und schönes Wetter sowie Urlaub - das Mercedes E 350er-Cabrio ;)
    Für tägliche Fahrten im Nahbereich - den BMW 225xe seit 09/2017 und das Facelift-Modell seit 4/2019 <3


    Angaben für 100 km
    1.000 km: Benzin: 3,4 l / LCI 1,7 l - Strom: 12,3 kWh / LCI 13,3 kWh
    10.000 km: Benzin: 3,2 l - Strom: 11,9 kWh

  • So sehe ich die Sache auch. Es ist schön zum Fahren, eine interessante Technik und das ganze mit grünem Strom gepaart. Wenn dies auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist, dann hat man derzeit die richtige Entscheidung getroffen.

    Hallo,
    ja, und wenn der "Strom passt" da schließe ich mich uneingeschränkt an!


    Gruß
    Peter :0027:

    BMW Active Tourer 220i Automat
    Werner – Das muß kesseln!!!

  • Was aus sämtlichen Threads hier nicht so recht herauszuhören ist der Punkt welcher Euch motiviert ein Hybrid- und Elektrofahrzeug zu fahren.

    • Fahrspaß
      Ich liebe das lautlose Fahren, dazu ruhige Musik, es gibt keine bessere Art für mich zu entspannen als lautlos durch die Straßen zu gleiten. Das Fahrgefühl eines Elektroautos kann einem kein Verbrenner dieser Welt bieten, und seien sie noch so schwingungsdämpfend konstruiert. Keine Schaltvorgänge, keine Geräusche, keine Verzögerung beim "Strom" geben, nichts. Er rollt einfach los. Und das gerade vom Stand weg deutlich agiler als 88 PS es vermuten ließen.
    • Geringere Lautstärke
      Schon bei Fahrspaß gelistet, aber auch meine Anwohner stört es nun absolut nicht mehr wenn ich von einem längeren Termin nach Mitternacht nach Hause komme. Das lauteste ist das Zuschlagen der Tür nach dem Aussteigen. Zudem trage ich zu einer insgesamt ruhigeren Atmosphäre in Innenstädten bei.


    • Emissionsfrei
      Ich verpeste die Luft der Stadt nicht mehr, selbst wenn der Strom zu 70% aus Kohle erzeugt wird, blase ich wenigstens in der Stadt keine zusätzlichen Giftstoffe mehr aus dem Auspuff, die die Luftqualität weiter verschlechtern

    Und was den Umweltgedanken angeht: Ich kann als Individuum beeinflussen, ob ich mit dem Auto Giftstoffe in die Luft blase oder nicht. Ich kann mich leicht hinstellen und über den Strommix oder die Batterieherstellung oder was auch immer für äußere Gegebenheiten meckern, aber was ist das für eine Einstellung? "Umweltschutz? Gern, aber bitte die anderen zuerst!". Wenn ich einen Verbrenner fahre, belaste ich die Umwelt in jedem Fall, ich blase giftige Abgase in die Luft und sorge für eine schlechtere Luftqualität und das mit jedem Kilometer, den ich zurücklege und nichts wird daran etwas ändern. Ob das nun in der Energiebilanz besser oder schlechter ist für die Umwelt, ist doch völlig irrelevant. Denn das ist der Teilbereich, den ich als Individuum selbst beeinflussen kann.


    Ob Elektroautos bei einer Gesamtbilanz schlechter sind sei erstmal dahingestellt. Momentan werden Elektroautos wie eine Sau durchs Dorf getrieben, aber ich habe noch keinen Artikel gefunden, der die selbe Aufstellung der Gesamtbilanz dann auch mal für Verbrenner macht.


    Die Ökobilanz bei einem Elektroauto hängt von Faktoren ab, die ich nicht beeinflussen kann, ich habe 100% Ökostrom als Tarif und nutze diesen um damit den XE zu laden. Wenn von 100% Ökostrom nicht wirklich 100% Ökostrom bei mir ankommt, ist die Politik gefordert. Aber ich habe meinen Beitrag geleistet.

  • So sehe ich die Sache auch: Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es für ihn selbst sinnig ist, dieses Fahrzeug zu kaufen.
    Für mich als langjährigen Dieselfahrer mit >20.000 km Jahresfahrleistung wäre beim dem Profil ein solches Auto nicht in Frage gekommen. Nun fahre ich aber seit mehreren Monaten nur noch < 10.000 km pro Jahr. Davon, außer im Urlaub nie mehr als 30 km, bevor der Wagen wieder in der Garage steht.
    Deshalb war für mich auch klar, dass der Diesel weg muss, und ein alternativer Antrieb her muss. Sinnvoll und vielleicht auch wirtschaftlicher wäre gewesen, ein EV zu kaufen, aber genau da, kommt ein weiterer persönlicher und damit nicht auf die Allgemein übertragbarer Aspekt ins Spiel: Ich möchte jederzeit spontan und individuell fahren können, wohin und wieweit ich auch immer möchte, und zwar ohne Suche nach Lademöglichkeiten usw.
    Das bringt mir persönlich ein PHEV. Ich werde vermutlich nur im Urlaub mal eine Tankstelle ansteuern, ansonsten "tanke" ich an der Steckdose (oder vielleicht Wallbox) in meiner Garage.


    Ich denke, die Gründe sind bei allen anderen PHEV Käufern/Fahrern genauso individuell wie meine. Und das ist auch gut so.

  • Hallo zusammen,


    meine Entscheidungsgründe pro PHEV lagen vor allem darin begründet, dass unser altes Auto im Kurzstreckenbetrieb sich bis zu 11 Ltr./100Km gegönnt hat, obwohl es ansonsten nicht direkt ein 'Säufer' war!
    Auf Langstrecke mit gemäßigtem Tempo waren auch durchaus < 6 Ltr./100Km drin, ansonsten lag der Verbrauch so um die 7 Ltr./100Km.


    Des weiteren hat mich eine gehörige Portion Neugier auf die Technik dazu getrieben, es mit einem PHEV zu versuchen.


    Nebenbei bemerkt halte ich es wie ElCid, dass ich Besorgungen im Stadtgebiet per ÖPNV erledige, weil ich die Parkplatzsuche und die nicht gerade günstigen Parkpreise leid bin.
    Leider sind jedoch bei uns bereits Baumärkte soweit außerhalb, dass sie per ÖPNV schlecht bis gar nicht erreichbar sind.


    Ebenso wäre mein Arbeitsplatz per ÖPNV nur sehr umständlich und mit hohem zusätzlichem Zeitaufwand zu erreichen!


    Dass mein Streckenprofil zum PHEV passt, zeigt der Umstand, dass mein Elektroanteil mittlerweile bei > 50% der Gesamtlaufleistung liegt.
    Seit der Abholung in München (18.09.) habe ich heute erstmals wieder den Verbrenner in Aktion gehabt, zum einen wegen Überlandfahrt mit Tempo > 80 Km/h, zum anderen weil die restliche Fahrstrecke nicht komplett elektrisch zu bewältigen war.



    Grüße


    Martin