Ladekunde zum 225xe mit Ziegel

  • Warum ich überhaupt an so einen Umbau dachte, ist der Grund für die relativ hohen Ladeverluste, die ich am 225xe ermitteln konnte

    Also ich habe bei meinem Verluste von ca. 17 bis 24% ermittelt deckt sich das mit Deinen "Ermittlungen".
    Würde es aber vielleicht noch einmal mit verschiedenen Stromstärken beim laden prüfen...


    ich dachte aber einmal gelesen zu haben das langsames Laden effektiver wäre??????
    Der Querschnitt und Länge des Kabels spielt aber definitv bei den Ladeverlusten eine Rolle.
    Kleinerer Querschnitt und größere Kabellänge = ungünstiger

  • Viel Querschnitt hilft immer. Nicht am falschen Ende sparen! Auch bei 16A mindestens 2,5mm2, besser sind 4 mm2.


    Die Verlust-Leistung P (in Watt) auf der Leitung ist proportional der Stromstärke im Quadrat: P = U x I = R x I2.
    Beispiel: 16A statt 8A, also doppelte Stromstärke, bedeutet 4-fache Verlust-Leistung (die erwärmt die Leitungen).
    Allerdings: Mit den 16A dauert der Ladevorgang auch nur ca. halb so lang.


    Bezahlen müssen wir die Verlust-Arbeit W (in kWh): W = P x T (Auf den Stromzähler und der Rechnung stehen kWh ;) )
    Die Verlust-Leistung P ist im Beispiel 4-fach höher, die Zeit T nur halb so lang.
    Also ist diese Verlust-Arbeit beim Laden mit doppelter Stromstärke auch doppelt so hoch (x4 /2 = 2).


    Wie bestimmt Ihr die Verluste? (17 … 24%, ganz schön hoch)
    Ziel (Akku) / Quelle (Stromnetz) = State of Charge SOC / Stromzähleranzeige ?
    SOC wird vom Batteriemanagement geschätzt, nicht gemessen.


    Die Werte der Verbrauchsanzeige im Fahrzeug (kWh/100km) sind für mich unverständlich. Keine Ahnung, was da gemessen und angezeigt wird. Die Werte sind rd. 40% niedriger als die Werte meines Stromzählers, geteilt durch die gefahrenen km.

  • Wie bestimmt Ihr die Verluste? (17 … 24%, ganz schön hoch)

    Zum einen durch einen Stromzähler vor dem Ladeadapter / Wallbox
    Zum anderen durch die Differenz des SOC vor und nach dem Laden, da hier Werte abrufbar sind (via Website Connected Drive).


    Nun der Stromzähler vor dem Ladeadapter / Wallbox sollte ausreichend genau sein
    Die Angaben aus dem Fahrzeug halte ich auch für zumindest "plausibel"


    Hier Werte aus dem Fahrzeug vor und nach dem Laden:
    soc 3.12xxxxxxxxxxx
    soc 5.54xxxxxxxxxxx


    Die Differenz wären 2,42 KWh die im Akku geladen wurden (nach soc)
    Warum soll dieser Wert mit zig Nachkommastellen geschätzt sein, ich denke hier wird schon genau geschaut um gut definierte Zustände einzuhalten (kein Überladen zum Beispiel).


    Mein Energiemesser hat mir bei diesem Beispiel einen Wert von 2,98 KWh geliefert.
    Das ergibt dann ca. 18,8% Verluste beim laden.


    So ungewöhnlich sind leider diese Verluste nach meinen Recherchen nicht.
    Hier der Artikel der die Zahlen quasi belegt:
    https://ecomento.de/ratgeber/t…verlust-und-wirkungsgrad/


    Bei Gelegenheit kann ich ja einmal rein Elektrisch fahren (ohne Heizung usw..) und das ganze rückwärtsrechnen..
    Also Fahrtstrecke in Km und Verbrauch KWh/Km und die Werte dann mit dem soc vergleichen bzw. den Akku danach laden und den tatsächlien Lade-Verbrauch gegenüberstellen.
    Aber ob das etwas bringt, denn zwischendurch wird der Akku ja auch wieder zwangläufig geladen oder wird das gleich wieder gutgeschrieben so das sich das ausgleicht in der Bilanz??

  • Ich dachte, wenn die Ladung schneller erfolgt, dann sind die über die Ladung vorhandene Verbrauchswerte für Elektronik und Pumpen im Auto anteilmäßig geringer. Mir geht es nicht um die Zeit für die Ladung, Zeit habe ich und wäre bei weniger Verlusten bereits zufrieden.

    Warum glaubst Du das? Ich lade täglich an meiner Wallbox mit 16A und finde die Ladeverluste als sehr hoch. Ich würde auf Basis der SoC-Angaben ca. 20% einschätzen. Zu 100% kann ich dies nicht berechnen, weil das Auto sofort lädt, wenn es angesteckt wird. Aber SoC wird erst nach 5 Minuten geloggt, wenn also schon geladen wird. Ich glaube eher, dass der AC->DC-Wandler im 225xe nicht sonderlich effizient ist. Bei Bedarf könnte ich mal das Kabel später stecken, um dies genauer zu berechnen.

  • SoC wird erst nach 5 Minuten geloggt, wenn also schon geladen wird.

    Wie logst Du denn den soc, via FHEM?
    Dort wird doch bislang leider nur der % Wert angegeben :(


    In diese Richtung ging ja mein Wunsch den KWh Wert in FHEM zu integrieren, da ich in der Nacht bzw. vor der Abfahrt zur Arbeit lade könnte ich dann recht gut den Wirkungsgrad beim Laden berechnen.
    Voraussetzung ist natürlich, dass die KWh soc Angabe mit den vielen Nachkommastellen relativ genau sind :)

  • Vielen Dank für die rege Teilnahme an der Wahrheitsfindung -wissenschaftlich wäre übertreiben- beim laden. Eigentlich müsste ich nachträglich -was ja nicht geht- im Titel Ziegel & Wallbox schreiben.


    Mit euren letzten Beiträgen -vor dieser- habt ihr richtig Farbe mit ins Spiel gebracht.

    Also ich habe bei meinem Verluste von ca. 17 bis 24% ermittelt deckt sich das mit Deinen "Ermittlungen".
    Würde es aber vielleicht noch einmal mit verschiedenen Stromstärken beim laden prüfen...


    ich dachte aber einmal gelesen zu haben das langsames Laden effektiver wäre??????

    Ich hatte bei Vollladungen etwa 24 - 27% Verluste gemessen / errechnet.


    Ich hatte einmal gelesen -und ging davon aus- dass höhere Ströme günstiger sein sollen.


    Später dazu mehr.





    Klasse zusammengestellt, sollte für viele Leser total brauchbar sein!


    Zum Abgleich, ja auch ich rechne da mit Ziel / Quelle. Es ist immer gut, wenn sich alle Beteiligten auf eine gemeinsame Vorgehensweise verständigen. Dann kommt auch etwas für alle dabei heraus.


    Meine Verlust sind bei genauerer Betrachtung eigentlich noch höher. Meine Eingangs erwähnten Verluste von im Mittel 26%, bezogen sich auf eine Vollladung. (etwa 6,1 kWh in den Akku) Brutto hat dieser 7,6 kWh (aus dem Kopf)


    Mache ich Teilladungen, dann komme ich ziemlich genau auf 36% Verlust, was schon nahe an deinen in der Praxis gezeigten 40% liegt.





    Die Differenz wären 2,42 KWh die im Akku geladen wurden (nach soc)
    Warum soll dieser Wert mit zig Nachkommastellen geschätzt sein, ich denke hier wird schon genau geschaut um gut definierte Zustände einzuhalten (kein Überladen zum Beispiel).


    Mein Energiemesser hat mir bei diesem Beispiel einen Wert von 2,98 KWh geliefert.
    Das ergibt dann ca. 18,8% Verluste beim laden.

    Bei den Energiemessgeräten ist darauf zu achten, dass der cos ᵠ richtig angezeigt wird, sonst kommen zu den eh schon sich ergebenden Differenzen noch heftige dazu. Also gerade bei Geräten im Smart Home Bereich, könnten sich auf Grund der relativ geringen Kosten da deutliche Unterschiede ergeben.



    Also Fahrtstrecke in Km und Verbrauch KWh/Km und die Werte dann mit dem soc vergleichen bzw. den Akku danach laden und den tatsächlien Lade-Verbrauch gegenüberstellen.
    Aber ob das etwas bringt, denn zwischendurch wird der Akku ja auch wieder zwangläufig geladen oder wird das gleich wieder gutgeschrieben so das sich das ausgleicht in der Bilanz??

    Beim max. eDrive sollte das doch erst unter glaube 6-7% erfolgen ??



    Warum glaubst Du das? Ich lade täglich an meiner Wallbox mit 16A und finde die Ladeverluste als sehr hoch. Ich würde auf Basis der SoC-Angaben ca. 20% einschätzen. Zu 100% kann ich dies nicht berechnen, weil das Auto sofort lädt, wenn es angesteckt wird. Aber SoC wird erst nach 5 Minuten geloggt, wenn also schon geladen wird. Ich glaube eher, dass der AC->DC-Wandler im 225xe nicht sonderlich effizient ist.

    Glauben tue ich immer vor dem Prüfen. Bin also temporär mal so oder so zu definieren. ;)


    Das ist mir nun neu, daher bin auch auch froh, das von dir erfahren zu haben. Damit würde ja ein Umbau des Ziegels noch weniger Sinn machen.


    Deinen Glaube mit dem AC-DC Wandler -nicht nur im 225xe- den möchte ich gerne mit dir teilen. (wenn das nicht zu einer Glaubensgemeinschaft führt)



    Dazu würde ich gerne später mal noch etwas sagen, habe aber jetzt erstmal keine Zeit.

  • Wer misst, misst Mist. Wer viel misst, misst viel Mist.


    Nichts prinzipiell was gegen das Messen.


    Durch Messen wird keine einzige kWh gespart, sondern nur durch Schlussfolgerungen.


    Prozentangaben werden erst mit absoluten Werten zu Verbrauchen.


    Als gelernter Energie Ingenieur verschwindet elektrische Energie immer in Form von Wärme.


    Das sind einmal über die zu geringen Kabelquerschnitte in Form von Wärme und dann die Nebenaggregate der Ladeinfrastruktur.


    Zwei Stunden Laden mit "Umgebungstemperatur" Kabel oder 3,5h mit 40°C im Kupferkern, das Plastik rund rum isoliert gut, macht ne Menge aus.


    Einmal der Gleichrichter, der gekühlt wird, wenn der Motorraum durch den Benziner oder die Sommerwärme aufgeheizt ist, zweitens durch die Kühlung des Akkus beim sofortigem Laden nach sommerlicher Fahrt.


    Mein Tipp: Im Winter Laden, bevor man los fährt und im Sommer dem Auto erstmal eine Stunde Ruhe geben.


    Ich hab mir extra Zähler und ähnliches Gedöns gespart, den Ladeziegel durch das simple EVSE-Kabel ersetzt, 2,5mm Kabel genommen, von Haus zur Garage liegt 4mm.


    Mein Stromverbrauch hat sich bei ca. 11Tsd km um 1000 kWh erhöht=270€ . Ansonsten 2,8 l/100km Sprit.


    Ab und an mal an öffentlichen oder der Verwandtschaft geschnorrt:-) :)


    LG


    Wolle


    ....Aus Freude am Fahren......

  • Wie logst Du denn den soc, via FHEM?Dort wird doch bislang leider nur der % Wert angegeben :(


    In diese Richtung ging ja mein Wunsch den KWh Wert in FHEM zu integrieren, da ich in der Nacht bzw. vor der Abfahrt zur Arbeit lade könnte ich dann recht gut den Wirkungsgrad beim Laden berechnen.
    Voraussetzung ist natürlich, dass die KWh soc Angabe mit den vielen Nachkommastellen relativ genau sind :)

    Ich logge die SoC-Angaben mit eigenem Python-Skript auf meinem Linux-Server zu Hause.


    Ich habe heute eingestellt, dass ein Laden erst nach 20:00 Uhr erfolgt. Damit wird das Laden verzögert und ich kann messen wie der Verlust beim Laden über meine Wallbox ist (BMW Wallbox Pure, max. 20A, beim 225xe mit 16A).


    Ich habe heute gemäß SoC in den Akku 4,26 kWh aufgeladen. Gemäß Zähler an der Wallbox habe ich dafür 5,43 kWh gebraucht (SoC ist jetzt nach dem Laden aktuell 5,08900022507. Bei Ankunft war er 0,819999992847). Damit sind etwa 78,62% des Stroms im Akku angekommen. Ergibt eine Verlustleistung von 21,38%.


    Zur Messung. Ich habe im Stromverteiler an der Wallbox einen Eltako S0-Zähler (WSZ12DE-32A), den ich über den PC auslese (bzw. über den ich mit avr-net-io die Impulse zähle und an die Software von Volkszaehler weiterleite). cos φ wird also berücksichtigt. Eltako-Zähler erachte ich als ziemlich genau, auch wenn der verwendete Zähler nicht geeicht ist.


    Bei BMW-Connected (https://www.bmw-connecteddrive.de/app/index.html#/cockpit) wird beim derzeitigen maximalen SoC (soc_Max) eine Reichweite von 28km angezeigt. Außentemperatur ist 5,3% Celsius.


    Ich messe die nächsten Tage erneut. Für mich sieht es nicht so aus, als ob eine Wallbox mit 16A effizienter als der Brick ist.


    Ein Ladeverlust von ca. 20% und mehr scheint mir also ganz normal zu sein, egal ob Wallbox oder Brick.


    Trozdem will ich auf meine Wallbox nicht verzichten. Ist ungemein praktisch.

  • Wer misst, misst Mist. Wer viel misst, misst viel Mist.

    Da hast du nicht Unrecht, aber ergänzend sollte man vielleicht dennoch etwas beachten.


    Wer Mist misst und den Mist dann sät, hat vermutlich ein Messgerät -Pendant- Wer anderen eine Bratwurst brät, hat ein Bratwurstbratgerät.


    Es gibt dabei aber einen nennenswerten Unterschied. Die Interpretation und die Auseinandersetzung damit. In der Naturwissenschaft teils spannend oder zermürbend, bei der Nahrung (Bratwurst) sättigend oder faulgasproduzierend.


    Wenn die Wurst gegessen ist, interessiert es nach dem Ausscheiden der Wurst keinen Menschen mehr, was da drin war.
    Bei der Challenger war es aber die nicht kommunizierte Interpretation eines Messergebnisses und das interessiert alle!





    Durch Messen wird keine einzige kWh gespart, sondern nur durch Schlussfolgerungen.

    Dazu muss ich aber messen.



    Einmal der Gleichrichter, der gekühlt wird, wenn der Motorraum durch den Benziner oder die Sommerwärme aufgeheizt ist, zweitens durch die Kühlung des Akkus beim sofortigem Laden nach sommerlicher Fahrt.


    Mein Tipp: Im Winter Laden, bevor man los fährt und im Sommer dem Auto erstmal eine Stunde Ruhe geben.

    Darin kann natürlich auch der erhöhte Verlust begründet sein, ich hatte eine evt, Vorheizung des Akkus in Verdacht. Zu dieser Zeit waren es etwa 14°C in der Garage, Außentemperatur 12!C.



    den Ladeziegel durch das simple EVSE-Kabel ersetzt

    Dann dürfte es aber mit einer Garantie von BMW auch vorbei sein. (im Fall der Fälle)




    Ab und an mal an öffentlichen oder der Verwandtschaft geschnorrt:-)

    Dazu fällt mir gerade ein:



    Guten Tag, ich habe einen PHEV = plug-in hybrid electric vehicle


    Ich bin das Fleisch und bring den Salat, du hast die Kohle und machst den Spagat, ohne zu laden da fahre ich nicht gern, dafür bekommst du dann einen Stern.


    Auf wiedersehen, es machte mir viel Freude. Ich fahre gerne mit meinem PHEV = Persönlichkeit hat einen Vorteil






    Ich messe die nächsten Tage erneut. Für mich sieht es nicht so aus, als ob eine Wallbox mit 16A effizienter als der Brick ist.


    Ein Ladeverlust von ca. 20% und mehr scheint mir also ganz normal zu sein, egal ob Wallbox oder Brick.

    Das ist eine sehr interessante Information, die du uns gegeben hast. Vielen Dank dafür.


    Das die Wallbox natürlich praktischer und schneller ist, darf man da schon sagen, aber für den PHEV an sich zumindest, zunächst nicht unbedingt erforderlich.

  • Habt ihr euch mal Gedanken gemacht, wo die über 20% Verlust sein sollen??


    Das müsste über 1kWh an Wärme dann sein. Im Winter gibt es nicht viel zu Kühlen. Das fällt erstmal weg.


    Die Batterierwärmung durch das Laden höchstens 200 Wh. Der Gleichrichter 2h*30W=60Wh.


    Beim Doppeltem wären es 120Wh.


    Die Wallbox mit Zuleitung der gleiche Wert.


    Hätten wir rund 500Wh, wo bleibt der Rest??


    Irgendwann wird ja auch die 12V Batterie vom Auto geladen. Wann passiert das?


    Beim Fahren oder beim Laden. Der Strom dafür kommt jedenfalls aus dem HV-Akku.


    LG


    Wolle


    .....im Übrigen, der Akku wird nur gekühlt und nicht vorgeheizt, schon mehrfach durch gekaut....