Beiträge von 5string

    mit meiner Aussage: "der 225xe rechnet sich nur, wenn überwiegend Kurzstrecken gefahren werden" wollte ich vor allem klarmachen, dass sich der Kauf eines Plug-In-Hybrid-Autos vor allem bezahlt macht, wenn man - wie bei einem typischen Zweitwagen - oft Kurzstrecken fährt und anschließend immer wieder an der heimischen Steckdose oder am Arbeitsplatz die Batterie aufladen kann.


    Das ist bei mir der Fall. Deshalb komme ich mit einer 35-Liter Tankfüllung oft mehr als 1.000 Km weit.
    Ich kann Euch sagen, das macht richtig Spaß!

    Bei mir zeigt der Bordcomputer ziemlich konstant ca. 6 Liter Benzinverbrauch für 100 Km an.
    Das sind dann für die verbleibenden 70 Benzin-Km ca. 4 Liter. Die ersten 30 Km fahre ich mit Strom.

    mein 225xe zeigt bei ca. 10% Akkuladung Null Restkilometer elektrische Reichweite an.
    In der MAX e - Stellung fährt er aber noch ca. 3 Km rein elektrisch weiter. Allerdings nur mit mäßiger Geschwindigkeit und zartem Gasfuß im Stadtverkehr.


    Es ergibt sich immer wieder folgendes Bild:


    Der 225xe rechnet sich nur, wenn überwiegend Kurzstrecken gefahren werden.
    Bei einem Durchschnittsverbrauch von ca. 15 kWh/100 Km sind das z. B. 5 kWh/30 Km.
    Die restlichen 70 Km müssen dann mit dem Benziner gefahren werden.


    Für mein Auto heißt das für eine 100 Km lange Strecke:
    Der Gesamtverbrauch liegt bei 15 kWh Strom plus 4 Liter Benzin E10.
    Die Verbrauchskosten liegen daher deutlich unter denen eines vergleichbaren 225i.

    Diese Woche wurde bei meinem 225xe durch den BMW-Händler ein kostenloser Daten-Update durchgeführt.
    Zwei Dinge sind mir anschließend aufgefallen:


    1. Die maximale E-Reichweite bei 100% Ladung hat sich von bisher 29 auf nun 35 Km erhöht. Das ist eine Verbesserung um über 20%.


    2. Im Info-Display vor dem Lenkrad wird jetzt nach jedem Neustart automatisch die maximale Tankreichweite (E-Reichweite + Benzin-Reichweite) angezeigt.
    Bisher blieb immer die zuletzt eingestellte Anzeige eingeblendet. Das ist für meinen Geschmack eine Verschlechterung, denn ich möchte selbst bestimmen, welche Anzeige ich dauerhaft sehen möchte.


    Ich weiß bisher nicht, was sonst noch geändert wurde.
    Hat jemand gleiche oder andere Erfahrungen? Wer weiß Näheres über diesen Daten-Update?

    sooooo viele Worte...

    da gebe ich Dir Recht.
    Deshalb habe ich mir nach 20.000 Km mit dem 225xe folgende einfache Regel gemerkt:


    Jeder mit Strom gefahrene Km kostet ca. die Hälfte wie ein mit Benzin gefahrener Km.


    Je mehr Km man also mit Strom fahren kann um so günstiger werden die gesamten Verbrauchskosten.

    Aber da kommt doch sofort eine Warnmeldung, dass die Klappe noch offen ist, wenn Du versuchst los zu fahren. In so einem Fall finde ich es gut, dass man nur die Türe öffnen muss und die Klappe schließen kann, ohne wirklich aussteigen zu müssen. Das passiert mir immer mal wieder :whistling:

    [Blockierte Grafik: https://avatars.motor-talk.de/data/avatars/placeholders/avatar_placeholder_70x70.gif]5string

    Ich habe meinen 225xe jetzt seit 6 Monaten und 15.000 Km und bin nach wie vor restlos zufrieden damit.
    Heute musste ich allerdings feststellen, dass bei der Konzeption der Standklimatisierung doch nicht bis ganz zu Ende gedacht wurde:
    Mein Auto stand nach dem nächtlichen Schneefall morgens im Freien und war noch an die Stromversorgung angeschlossen. Ich hatte meine Abfahrtszeit programmiert und die Standklimatisierung aktiviert. Diese hatte auch brav gearbeitet und das Auto prima aufgeheizt und auch die Scheiben abgetaut, als ich morgens losfahren wollte.
    Leider war das Tauwasser der Windschutzscheibe in die offene Ladebuchse gelaufen und dort als Eisklotz festgefroren. Ich konnte zwar den Stecker ziehen, aber die Ladebuchsen-Klappe ließ sich nicht schließen.
    Nun kann man ja nicht mit dem Eiskratzer an den Lack gehen und so war ein Losfahren nicht möglich, denn das Auto fährt nicht mit offener Klappe. (Und das ist gut so! Bin ich der Einzige, der manchmal vergisst die Klappe zu schließen, nachdem der Stecker abgezogen und aufgeräumt ist???)
    Jedenfalls musste ich den Eisklotz mühsam und vorsichtig mit den Händen entfernen, bis ich endlich die Klappe schließen und losfahren konnte. Da muss sich BMW noch etwas einfallen lassen. Entweder wird das Tauwasser durch einen Abweiser an der Ladebuchse vorbeigeführt oder die Ladebuchse muss ebenfalls beheizt werden, damit das Wasser dort nicht festfrieren kann.
    Aber mal ehrlich: Wer denkt schon immer an ALLE Eventualitäten. Daher kein Vorwurf an BMW, sondern nur ein Hinweis für kommende Modelle!

    Für den Fall, dass Du auch am Arbeitsplatz eine Lademöglichkeit hast, wäre das gut zu machen.


    Ich verzichte auf keinerlei Komfort. Deshalb sind bei mir stets die Klimaanlage, der Radio, das Tagfahrlicht und wenn nötig die Sitzheizungen, die Lenkradheizung und natürlich Scheibenwischer usw. in Betrieb.


    Trotzdem kann ich mit ca. 30 Km rein elektrischer Reichweite praktisch immer rechnen. Und sollten doch einmal ein paar Km mit dem Benziner gefahren werden müssen, ist das ja auch kein Beinbruch. Ich habe so schon mehrfach über 1.000 Km Tankreichweite (wohlgemerkt mit dem kleinen 35 Liter-Tank) geschafft.

    Ich vermute mal, dass der Bordcomputer den während der Fahrt hergestellten Strom vom Gesamt-Stromverbrauch abzieht, denn dieser Strom wurde ja unter dem Strich nicht verbraucht, sondern durch Schwung- und Bremsenergie (Rekuperation) und Dynamoleistung während der Fahrt wieder gewonnen. Das wäre auch eine Erklärung für den relativ hohen Spritverbrauch im "Save Battery" Modus.


    Wie gesagt - eine Vermutung meinerseits, also völlig unbelastet von jeglichem Fachwissen.


    Tatsächlich rechnet sich der Plug in Hybrid nur, wenn das tägliche Fahrprofil überwiegend aus mehreren Kurzstreckenfahrten unter 30 Km Entfernung besteht, zwischen denen der Akku immer wieder an der heimischen Steckdose geladen werden kann. Nur so wird ein großer Teil der Gesamt-Km voll elektrisch erledigt.
    Ein typisches Zweitwagen-Fahrprofil also.


    Bei mir funktioniert das gut.

    @'planetti


    Vielen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen.
    Diese entsprechen sinngemäß dem, was mir nach Anfrage von einem BMW-Werksmitarbeiter bereits im Sommer 2016 telefonisch mitgeteilt wurde. Ich habe das damals auch hier veröffentlicht.


    Allerdings muss ich einschränkend erwähnen, dass die Motortemperaturanzeige meines 225xe nach längerer, rein elektrischer Fahrt immer noch keine steigende Kühlwassertemperatur anzeigt. Wird also evtl. nur das Motoröl angewärmt und nicht das Kühlwasser? Ich gehe davon aus, dass diese Anzeige die Kühlwassertemperatur anzeigt und nicht die Motoröltemperatur.


    Nach dem Zuschalten des Benzinmotors dauert es bei den derzeitigen kühlen Morgentemperaturen von knapp über 0 Grad verhältnismäßig lange, bis das Kühlwasser eine mittlere Betriebstemperatur erreicht.


    Die Innenraumheizung funktioniert allerdings - auch im rein elektrischen Betrieb - sehr gut. Die Sitzheizung ist selbst bei der Lederausstattung bereits nach ca. 30 Sekunden zu spüren und die Lenkradheizung funktioniert sogar unverzüglich. Diese wird mir nach kurzer Zeit sogar eher zu warm, so dass ich sie bereits nach ca. einer Minute wieder abschalten kann.

    @ bernd6366


    Da hast Du völlig recht. Du sollst aber nicht extra beschleunigen um anschließend segeln zu können.


    Du sollst nur wissen, dass Dein Auto eine gefühlte Ewigkeit lang ausrollt ohne deutlich langsamer zu werden.
    Also nimm einfach viel, viel, viel, viel früher den Fuß vom Gas, wenn Du aus irgend einem Grund langsamer werden musst und freue Dich über die zusätzlichen Kilometer, die Du antriebsfrei segelst.


    Vorausschauend fahren, das ist das Schlagwort!
    Das schont nicht nur die Nerven, sondern auch den Geldbeutel.

    Segeln kann man, wenn der Fahrerlebnisschalter (Bügel) in der unteren Stellung (Eco Pro) ist. Dabei werden verschiedene Funktionen wie Klimaanlage und Sitzheizung in Spar-Funktion betrieben. Außerdem wird die Rekuperation beim Ausrollen oder Bergabfahren stark reduziert. Das hat zu Folge, dass das Auto beim Gaswegnehmen kaum langsamer wird und ewig lang ausrollt.


    Wenn man z.B. mit 150 auf eine Autobahnausfahrt zufährt, die man nehmen möchte, kann man schon ca. 1 Km vorher das Gas wegnehmen und den Wagen ausrollen lassen. Das nennt man bei BMW "Segeln". Das Auto ist dann beim Abbiegen immer noch so schnell, dass man oftmals noch abbremsen muss um in die Kurve einzubiegen. Auf dieser Auslaufstrecke wird weder Benzin noch Strom verbraucht. Allerdings wird auch kaum Strom durch Rekuperation produziert.


    Ich habe versucht zu testen, was wirtschaftlicher ist. Entweder mit dem Fahrerlebnisschalter in Stellung "Comfort" zu bleiben, die bei jedem Neustart automatisch eingestellt ist und dabei bei jedem Ausrollen Strom zu produzieren oder in der "Eco Pro" Stellung zu Segeln ohne Strom zu produzieren.
    Mit der "Eco Pro" Stellung habe ich dabei ca. 10% mehr Km aus einer Tankfüllung geholt. Diese ist also die wirtschaftlichere.


    Ein Wenig lästig sind dabei zwei Dinge:
    1. Muss man bei jedem Neustart den Fahrerlebnisschalter erneut runterdrücken und
    2. kann der lange Ausrollweg (Segeln) im Stadtverkehr manchmal lästig sein, da er nicht zum Rollverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer passt.

    ... vermutlich, um zu verhindern, dass die Standklimatisierung täglich das Fahrzeug zur vorprogrammierten Abfahrtszeit erneut klimatisiert obwohl das gar nicht gewünscht ist.
    Es könnte doch sein, dass aus irgendwelchen Gründen eine geplante Abfahrtszeit nicht eingehalten wird und dann das Auto mehrere Tage ungenutzt stehen bleibt.