Nagel in Runflat Reifen eingefahren. Wie ersetzen?

  • Hab es heute lieder geschafft, mir einen Nagel/Schraube (?) einzufangen.

    Bei der Fahrt ging die Warnleuchte zum Reifendruck an. Ein paar km darauf, war an der Tanke dann auch nur noch 1,5 bar im Reifen (hinten Rechts), was das Auto auch angezeigt hat.
    Kurz nachgefüllt, aber am Reifen noch nichts erkannt. Im Anschluss direkt nach Hause und In den 2 km ist der Reifendruck dann auch schon wieder gefallen.
    Dort dann auch die Ursache gefunden (siehe Foto) und deutlich das Zischen am Reifen gehört.

    Morgen werde ich wohl beim Lokalen Reifenhändler wegen Ersatz sehen.
    Muss ich dazu irgendetwas beachten? Hatte das Problem zum Glück bisher nie.

    Kann man bei sowas einfach einen neuen Reifen auf die Felge aufziehen? Hoffe, dass die nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde.

    Vermutlich muss nicht nur der einzelne Reifen getauscht werden, sondern mind. das hintere Paar? Da die Reifen nicht mehr ganz neu sind.

  • Servus,
    ich würde mal die Meinung des Reifenhändlers einholen - der ist der Fachmann.
    So wie das auf dem Bild aussieht, kann evt. der Reifenhändler auch mit einem Dübel reparieren - aber das sagt Dir der Fachmann.

    Aktueller Fuhrpark:
    BMW F45 225xe, BMW I15, MV Agusta F4, MV Agusta TR

    "Qualität besteht, wenn der Preis längst vergessen ist." (Zitat: Sir Henry Royce)

  • Auto gerade zum Reifenservice gebracht - mit 0bar los gefahren und sehr schön den platten gehört.

    Ergebnis: Ein neuer Reifen ist bestellt und wird aufgezogen. Auto hab ich stehen gelassen und wird morgen wieder geholt. Runflats darf man wohl nicht flicken.

    Wegen paarweise Wechseln hat er jetzt nichts gesagt, hab aber auch vergessen extra nochmal zu fragen.

  • Runflats darf man wohl nicht flicken.

    Ah, danke für die Info - macht auch Sinn.
    Ich wußte nur von der Regelung das nur Reifen mit einem Geschindigkeitsindex bis max. 240km/h geflickt werden dürfen.
    Danke für die Info.

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  • Habe mich mit dem Thema auch schon beschäftigt und keine Antwort gefunden, die sich pauschal mit einem Satz formulieren lässt.

    Meine Recherche ergab:

    - Mehrere Reifenhersteller erlauben die Reparatur

    - Zwei Reifenhersteller der Premiumklasse lehnen die Reparatur ab

    - BMW empfiehlt zwar grundsätzlich eine Reparatur nicht, jedoch " ... sollten vereinzelte Kunden dennoch eine Reparatur ihrer Reifen wünschen, so kann deren Wünschen entsprochen werden ..."!

    - Reparaturfähigkeit ist abhängig von Schadens-Ort und -Durchmesser

    - Wurde der Reifen drucklos über eine "längere Strecke gefahren", ist eine Reparatur ebenfalls nicht mehr erlaubt


    Eine pauschale Aussage ist also eigentlich nicht möglich.

    Eine Entscheidung sollte von einem Fachmann und unter Berücksichtigung der einflussnehmenden Faktoren getroffen werden.



    Gruß


    Mike


    "Wir gehen vorwärts, ohne Furcht,

    nicht am Rand, sondern mitten durch!" (Stephan Weidner)


  • Wegen paarweise Wechseln hat er jetzt nichts gesagt, hab aber auch vergessen extra nochmal zu fragen

    Wieviel Profil hat denn der alte Reifen?

    Bei einer nicht unerheblichen Differenz zwischen links und rechts kann das durchaus zu Problemen führen.

    Schließlich werden den Steuergeräten ja kontinuierlich unterschiedliche Zählergebnisse durch die Raddrehzahl-Sensoren geliefert.

    Das Differential-Getriebe eines Allrad-Fahrzeug verträgt das ebenfalls nicht sonderlich gut, was sich hier im Forum nachlesen lässt.


    Also ich würde entweder reparieren, wenn möglich, damit die Abrollumfänge erhalten bleiben, oder beide Reifen ersetzen.


    Gruß


    Mike

    "Wir gehen vorwärts, ohne Furcht,

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  • Wenn du jetzt nicht gerade eine besonders abrasive Fahrweise an den Tag legst oder 10.000km in der Zwischenzeit abgespult hast, gehe ich von einem Restprofil von 6,5 - 7 mm aus. Der Neureifen liegt irgendwo zwischen 8 und 9 mm. Das würde ich für mich auf einer nicht angetriebenen Achse akzeptieren.

    Das ist aber nur meine Meinung.


    Vielleicht verfügen die Fachleute unter uns (zB Hamy) ja sogar über Wissen, ob es konkrete Angaben zur Differenz ( ... X,Y %) gibt.


    Mike

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  • Dann würde ich eher zu "Better safe than sorry" tendieren und kein Risiko eingehen.


    Such mal nach dem Thread mit dem (mehrfachen) Schaden am Differential.

    Das könnte eine Entscheidungshilfe sein.


    Mike

    "Wir gehen vorwärts, ohne Furcht,

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  • Kurz gesagt Reifen kann man reparieren. Jedoch bedarf es einer speziellen Schulung gar Ausbildung die des Vulkaniseurs.


    Diese haben die spezielle Ausbildung dazu und können dies einschätzen und absegnen.


    Diese Klebemittel zum verschließen sind alles nur Notreparaturen für keine kurzzeitige Mobilitätslösung während neue Reifen bestellt sind.


    Conti und viele weitere Hersteller geben keine Reifenreperatur frei.


    Man muss die Herstellung eines Reifens kennen und verstehen und mit diesem Wissen dann versteht man auch warum eine Reparatur nie zu 100% sicher ist.


    Reifenprofil von Links zu rechts gleiche Achse 1-2 mm ohne Probleme, bei Allradfahrzeugen Vorne nach Hinten maximal 1-2mm wobei 2mm schon das äußerste der Gefühle ist zwecks Verteilergetriebeschäden.

    Ist er kalt, gib ihm Sechs einhalb. Stand er über Nacht? GIB IHM ACHT!! :D

  • Aber wie ist das beim 225xe, der hat ja kein Verteilergetriebe. Also wäre da die Differenz VA zu HA irrelevant.
    Und wie ist das mit linker und rechter Seite an der HA beim 225xe? Hat der da ein Differenzial oder gibts da eine eigene Lösung für den E-Antrieb?

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