Elektroverbrauch bmw 225xe

  • Der elektrische Verbrauch meines 225xe ist extrem hoch. Ich fahre den Wagen seit 6 Monaten und komme im Kurzstreckeneinsatz auf einen Verbrauch von über 40 KWh/100km. Aufladung an einer 220V-Steckdose an meinem Stellplatz.

    In der BMW-Werkstatt wurde ein Standartcheck und ein Fahrzeugdiagnose-Testmodul durchgeführt. Die ausgelesenen Werte: Elektrischer Gesamtverbrauch: 18,6 kwh/100 km. Das ist eine eklatante Differenz zum Realverbrauch!

    Bei täglicher Fahrtstrecke von rund 20 km ist die Batterie leer und benötigt aber 8 kwh. Bei 40 kwh/100km und einem kwh-Preis von 0,30 € ergeben sich 12€.

    Was kann man da tun? Wer kann einen Tipp geben, wie das Problem zu lösen ist?

    Ökonomisch gesehen macht der Elektroantrieb des 225xe keinen Sinn, nur aus Emissionsgründen.

    Gerade im Kurzstreckenbetrieb soll der Elektroantrieb doch von Vorteil sein.

    Danke für Hinweise!

  • Gibt es einen Unterschied zwischen Sommer und Winter?


    Welchen Rollwiderstand haben die Reifen (A,B,C,D,E oder F)?


    Ist jetzt im Winter die Standheizung an und während der Fahrt die Klimaanlage und sonstige Verbraucher?


    Wie hoch ist der Verbrauch wenn man an einer öffentlichen Ladesäule lädt?

  • Bei mir nimmt es ca. 5-6 km "Fahrstrecke" weg, den Fahrgastinnenraum von etwa 4°C auf 21°C aufzuheizen. Es lohnt sich daher, den Wagen vor dem Wegfahren an die Ladung zu geben und z.B. über die App die Abfahrtszeit voreinzustellen, so dass der Wagen am Strom ist, wenn er aufwärmt. Sitz- oder Lenkradheizung habe ich nicht (sind mir zu "rentnerlike"), sind aber sicher ebenfalls bedeutsame Verbraucher.


    Vorsicht übrigens mit der Voreinstellung der Abfahrtzeit auf der App: Wenn man das nicht wieder deaktiviert, heizt der Wagen dann täglich zu dieser Zeit auf.


    Nebenbei: Einen Vorteil hat die Einstellung der Abfahrtszeit: Eiskratzen ist eine Sache der Vergangenheit. Man kann den Wagen sozusagen ferngesteuert vor der Abfahrt abtauen. Zumindest im Berliner Winter; in Clausthal-Zellerfeld oder Herrsching am Ammersee geht das vielleicht nicht.


    Dass dies alles Kilowattstunden kostet, ist klar. Bei einem Benziner kommt die Wärme aber auch nicht von irgendwoher.

    Wohnort Berlin.

    BMW 225xe, Baumonat 11/2020. HSN 0005/ TSN DCZ.

    Schwarz uni, Modell Advantage (07LC), Außenspiegelpaket (0313), Rückfahrkamera (03AG), Sportsitze (0481), Hifi-Lautsprechersystem (0676), Real Time Traffic Information (06AM), Widescreen Display (06WC), Park Distance Control (0508), Adaptiver LED-Scheinwerfer (0552), Driving Assistant Plus (05AT).

  • Die Daten deines Autos kommen mir weitgehend normal vor.

    Tatsächlicher Verbrauch inkl. Ladeverlusten von 40kWh/100km ist im Winter bei viel Kurzstrecke möglich, wenngleich ich eher bei 30kwh/100km liege.

    Im Sommer müsste der Verbrauch allerdings deutlich geringer sein, meiner Erfahrung nach eher 20kWh/100km.

    Einsparpotential für den Winter: Heizung nicht über 20°, wenn man ohnehin mit Jacke fährt. Vorklimatisieren über Ladekabel, aber nur 5-10 statt der vollen 30 Minuten. Vielleicht handhabst du das ohnehin schon so.


    225xe - Fahrtkosten nachweisen..? Extra Zähler nötig?


    Einsparpotential allgemein: Laden mit 16A-Wallbox statt Ladeziegel, wobei fraglich ist, ob sich das amortisiert.


    Was die Werkstatt ausgelesen hat, scheint näher am oder gleich dem Wert des Bordcomputers zu sein, und der lügt bekanntermaßen wie gedruckt beim elektrischen Verbrauch.

    Ich habe mal meine protokollierten Abweichungen zwischen BC-Wert und echtem Gesamtverbrauch als Grafik dargestellt. Jeder Punkt entspricht den Daten eines Ladevorgangs. Verbräuche von 15kWh/100km und darunter sind im Hybridbetrieb entstanden.

  • Ich habe die Daten im Spritmonitor zt nur als Schätzwert aber 30kwh "schaffe" ich auch mit der Standheizung und Winterrreifen mit schlechtem Rollwiderstand.

    Dh die 10 kWh Ladung reicht dann schon mal für 30 km.

    Bei lässiger Fahrweise.

  • Danke für die verschiedenen Beiträge. Ich lade generell an der Steckdose auf, weil halt viel günstiger. Ich werde das Laden an einer Ladestation testen. Auch der Tipp, die Heizung auf 20 °C zu begrenzen werde ich versuchen. Bisher hatte ich immer 22°C eingestellt.

    Wer hat Erfahrungen mit einer Wallbox bezüglich Einsparpotential. Wie hoch ist es? Die Anschaffung wäre ja dank der staatlichen Prämien nicht mehr so hoch, denke ich.

    Bisher habe ich erst einmal 31 km mit der Ladung geschafft, das am Stück über Landstraßen. Wirken sich Kurzstrecken von 3 bis 5 km stets so negativ aus?

  • Ich fahre mit Winterreifen Continental 205/55 R17, Rollwiderstand A

    Standheizung nutze ich nicht.

    Gemessen habe ich erst ab Anfang November

    Auch mit Sommerreifen: Batterieladung reicht nur für max. 25 km bei Kurzstreckenfahrten.

  • Danke für die verschiedenen Beiträge. Ich lade generell an der Steckdose auf, weil halt viel günstiger. Ich werde das Laden an einer Ladestation testen. Auch der Tipp, die Heizung auf 20 °C zu begrenzen werde ich versuchen. Bisher hatte ich immer 22°C eingestellt.

    Wer hat Erfahrungen mit einer Wallbox bezüglich Einsparpotential. Wie hoch ist es? Die Anschaffung wäre ja dank der staatlichen Prämien nicht mehr so hoch, denke ich.

    Bisher habe ich erst einmal 31 km mit der Ladung geschafft, das am Stück über Landstraßen. Wirken sich Kurzstrecken von 3 bis 5 km stets so negativ aus?


    Die Information ist hier im Forum bereits vorhanden.


    Link: KfW Förderung für private Ladestationen


    Link: Ladeverluste


    Alle erwähnten Tips zur Reichweitenverlängerung bewirken für sich alleine nicht die Welt, in Summe könnte es aber spürbar sein.

    Das Problem an der Kurzstrecke ist, daß in den Pausen im Winter das Auto abkühlt und dann den Heizungswasserkreislauf und den Innenraum erst wieder mit Strom aus dem Akku aufheizen muß, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Mir wären 22° mit Winterjacke zu warm. Der Stromverbrauch von Sitz- und Lenkradheizung ist geringer.


    Einmal hatte ich bisher eine ungewollte "Selbstentladung" - das hat sich aber schnell aufgeklärt: ich hatte vergessen, daß der Vorklimatisierungs-Timer im Auto noch aktiv war, wovor Dannius jetzt schon gewarnt hat.

  • Vielen Dank an Kompass, ralfo und Dannius für die Tipps und Links! Ich hoffe, ich kann damit das Problem mit dem hohen Verbrauch in erträglichem Maß in den Griff bekommen. Ich habe schon an eine Trennung von dem 225xe gedacht.

  • Das wäre ja schade weil der Elektroantrieb eigentlich bei Kurzstecken optimal ist da der Motor und die Abgasanlage nicht auf Temperatur kommen müssen.

    Die Kosten sollten aber aber im Rahmen bleiben.

    In welcher Region wohnen Sie?

    Früher gab es auch Mal Nachtstromtarife. Evtl findet man da einen günstigen Tarif.

    Oder man findet eine. Flatrate an öffentlichen Ladesäulen.

    Ich habe zb in Düsseldorf 35 Euro pro Monat ohne Limit

    Die Stadtwerke Speyer und andere bieten auch Flatrates an.


    Interessant wäre auch Mal die Strecke mit einem Vergleichsauto zu fahren und den Verbrauch zu vergleichen.

  • Es ist kaum zu leugnen, dass das Auto bei Winter+Kurzstrecke seinen Vorteil bei den Kraftstoffkosten einbüßt, solange Benzin so billig ist.

    Die erwähnte "Lösung" mit dem kostenlos Laden praktiziere ich auch, und zwar am Arbeitsplatz.

    Ein Arbeitgeber darf nämlich seinen Mitarbeitern auch für Privatfahrzeuge Ladestrom kostenlos und steuerfrei zur Verfügung stellen, so sieht es das Gesetz zur Förderung der Elektromobilität vor, das von 2017 bis 2030 gilt.

    Also "bearbeitet" bzgl. Errichtung von Ladesäulen/Wallboxen eure Arbeitgeber, falls ihr welche habt.


    Links:


    https://www.handwerksblatt.de/…rei-in-der-firma-aufladen


    https://www.haufe.de/personal/…s-aufladen_78_426076.html


    Etc. etc.

  • Der elektrische Verbrauch meines 225xe ist extrem hoch. Ich fahre den Wagen seit 6 Monaten und komme im Kurzstreckeneinsatz auf einen Verbrauch von über 40 KWh/100km. Aufladung an einer 220V-Steckdose an meinem Stellplatz.

    Hallo Framich,

    ich habe den Beitrag einmal übeflogen und ich nun einige Fragen dazu:


    • Wie ermittelst Du den Verbrauch von 40 kWh/100Km ? Strommesser am Ladegerät oder BC?
    • Mit welcher Stromstärke lädst Du (mit dem BMW Ladezeigel reduziert)?
    • Zu welcher Tageszeit bzw. besser zu welchen Lichtverhältnissen fährst Du überwiegend aktuell?
    • Welchen 225xe fährst Du (Erstzulassung / Baujahr/Monat) eventuell Km Stand?
    • Wenn er älter ist, hast Du Ihn gebraucht gekauft?
    • Wo genau fährst Du denn mit dem Wagen,, die Fahrstecke (flach/bergig) ist bei elektrischer Fahrt ein enormer Faktor für den Verbrauch?!
    • Wohnst Du oben auf einem Berg und fährst Du nach dem Laden direkt bergab, so das der 225xe ordentlich durch Rollen rekupieren könnte und deshalb die HV Batterie grundsätzlich nicht so voll lädt?


    Der elektrische Antrieb an Sich im Flachland, ohne Berge sollte so einen Verbrauch von etwa 17 kWh/100Km haben (natürlich ohne Ladeverluste).


    Ladeverluste:

    Die Ladeverluste sind unter anderem abhängig von der Ladedauer, da sich die Ladeverluste durch längeres Laden entsprechend erhöhen.

    Anbei meine Ladeverluste mit dem maximalen Ladestrom von 16Ampere, die bei etwa 17% liegen.

    Unter 10 Ampere wachsen die Ladeverluste etwas deutlicher an.


    Ladeverluste 225xe November 2020 10kWh HV Batterie.png

  • Hallo Hansdampf1969,

    * Verbrauchsmessung mit einem Messgerät zwischen 220V-Steckdose und Ladekabel/-Ziegel

    * Ladung mit 16 Ampere

    * Ich fahre zu 90 % untertage im Hellen.

    * EZ 9/2018 mit derzeit 19.000 km, gekauft 6/2020 mit 14.000km, also 2. Hand

    * Fahrtstrecke großteils in der Ebene, auch in der Stadt, Kurzstrecke: von 3 bis 10 km mit MAX eDrive-Modus.

    * Meist sind mit einer Ladung 18 bis 22 km möglich. Wenn ich den Akku ohne Zwischenhalt leerfahre, dann sind auch 25 möglich. Meist hänge ich ihn nach 8-15 km ans Ladekabel.

  • Zunächst einmal:


    Frohe Weihnachten an alle die heute und in den Feiertagen hier unterwegs oder mit ihren 225xe unterwegs sind!


    * Ladung mit 16 Ampere


    wenn Du mit dem original Ladeziegel an der 230 Volt Steckdose den Wagen nachlädst dann kann das "eigentlich" nicht mit 16 Ampere erfolgen!


    Solltest Du mit dem Gebrauchten den serienmäßigen Ladedapter gekauft haben, dann hat dieser wie meiner ab LCi (4/2018) nur noch 10 Ampere maximalen Ladestrom!

    Bitte schaue doch einmal hinten auf das Ladegerät nach, was dort steht...

    Mein 7/2017 ohne Facelift hatte noch ein 12 Ampere Ladegerät...


    Ist Dein Fahrzeug auch auf maximalen Ladestrom eingestellt?


    Eventuell ist in den Fahrzeugeinstellungen der Ladestrom nicht auf Maximal sondern auf Reduziert oder Gering eingestellt worden, dann steigen damit auch die Verluste beim Laden??


    Natürlich werden im BC oder auch der Werkstatt die Ladeverluste nicht mit ausgegeben.

    Hier ist immer der Verbrauch der Batterie die Basis der Berechnungen!


    40 kWh/100Km wären selbst mit Verlusten in der Ebenen schon ordentlich..


    Wo wohnst und fährst Du denn genau mit dem 225xe?