Beiträge von Estoril_220i

    Man soll nicht Wirkundsgrad mit Effizienz verwechseln. Konstruktionsbedingt kann Wandlerautomat NIE Wirkungsgrad von Schaltgetriebe und DSG-Getriebe erreichen und liegt unter 90%.

    Die Unterschiede sind aber marginal, wenn der Wandler geschlossen ist. Im Wandlerbetrieb sind die Unterschiede aber deutlich.


    Machen wir uns nix vor. Das Teil mit dem schlechtesten Wirkungsgrad ist immer noch
    der Motor, ganz vorne drin. Selbst die besten Benziner kommen gerade mal auf
    einen Wirkungsgrad von ~40%.


    Angeblich der beste seiner Zunft:
    http://www.motormobiles.de/mm/…eration-des-toyota-prius/

    Üblicherweise haben Diesel einen höheren innermotorischen Wirkungsgrad aufgrund des höheren Brennwertes von Diesel.


    Punktoptimierte langsamlaufende Schiffsdiesel (60rpm, 2-Takt, aufgeladen) schaffen 55% Wirkungsgrad ;). PKW Motoren liegen zwischen 30 - 40%.

    Also ich weiß nicht. Die ersten Tankfüllungen würde ich nicht für eine Bewertung ran ziehen. Man sollte nicht den Fehler machen, und einerseits einen Motor einfahren aber gleichzeitig hohe Erwartungen an den Verbrauch stellen.


    Erfahrungsgemäß sinkt die innermotorische Reibung die ersten paar hundert Betriebsstunden, dabei natürlich in den ersten 100h am meisten. Kolbenringe laufen ein, Injektoren laufen ein (werden üblicherweise etwas magerer mit der Zeit) und Herstellungsrückstände verflüchtigen sich (so banale Sachen wie bspw. ein Produktionsaufkleber auf dem Kat).


    Weiterhin können 6,6l/100km für den 218i top sein oder sau schlecht, je nach Fahrprofil, Fahrweise und Streckenlänge.


    Also an alle: Nutzt die ersten 2-3 Tankfüllungen und fahrt euren 218i ordentlich ein, d.h. schön warm fahren und dann beim Handschalter viel (nicht hektisch hin und her, aber variabel) Schalten. Ziel ist es, den Motor während des Einfahrens in möglichst unterschiedlichen Last-/Drehzahlbereichen laufen zu lassen.


    Zu Automatik vs. Handschalter: Die neuen Automaten haben zwar im Prospekt mittlerweile meist einen gleichwertigen oder sogar niedrigeren Verbrauch. Das hat mehrere Gründe. Natürlich kann ein 8-Gang Automat besser im Verbrauchsoptimalen Bereich fahren als bspw. ein 5-Gang Handschaltgetriebe. Aber natürlich kann man je nach Fahrprofil mit dem 5-Gang Handschalter sparsamer fahren. Immerhin bringt die Energie zum Gangwechsel der Fahrer auf.


    Im NEFZ ist es so, dass das Prüfprogramm neben der Fahrstrecke auch den zu wählenden Gang samt Schaltzeitpunkt angibt. Beim Automaten entfällt das natürlich, der fährt schön in D und damit u.U. bei deutlich niedrigerem Drehzahlniveau als ein Handschalter.


    Grüße

    Hat viel mit der Temperatur im Verdichtungstakt zu tun. Je klopffester der Sprit, desto unwahrscheinlicher treten Selbstzündungen auf. Die Verdichtungsendtemperatur ist maßgeblich vom Verdichtungsverhältnis (das kann man nicht verändern) und der Ansauglufttemperatur abhängig.
    Sprich, je höher meine Außentemperatur, desto höher meine Verdichtungsendtemperatur. Beginnendes Klopfen registrieren die Klopfsensoren (Schallwellen) und der Zündzeitpunkt kann angepasst werden.


    Aus meiner Erfahrung kann es Sinn machen, im Sommer Super+ zu tanken. Damit kann man den hohen Außentemperaturen entgegen wirken. Als ich dieses Jahr mit meinem 325i Sauger bei 30°C mit Super unterwegs war, ging der Verbrauch ziemlich ab. Mit Super+ deutlich besser. Das muss man aber für sich selber raus finden.


    Ich fahre jedenfalls im Winter mit Super 95 und im Sommer mit Super+. Ich schätze so ab 15 - 20°C macht sich das bemerkbar.


    @michel


    Die Oktanzahl beschreibt eine physikalische Eigenschaft, nämlich die Zündunwilligkeit des Benzin. Sofern ein Steuergerät Klopfsensoren hat und (!) mit der vorhandenen Oktanzahl umgehen kann (sprich die Kennfelder sind bis 98 Oktan, bis 100 Oktan oder höher bedatet), dann wird das auch umgesetzt. In wie weit man das als Fahrer merkt, ist eine andere Sache.
    Soweit mir bekannt kann das SG meines 325i E91 mit maximal 98 Oktan umgehen. Daher gibt's 98 Oktan, aber kein V Power oder Ultimate.

    ?(:/ Und wie ist mit solche "Kühlungsmethode" Euro-6 Abgaswerte erreicht?!! =O=O=O:?:

    Das erfolgt eigentlich nur bei hoher Teillast/Volllast und liegt damit nicht im Zyklusrelevanten Bereich. Um zukünftige Abgasemission-Zyklen (Stichwort Realdrive Emission) auch zu bestehen, wird daran gearbeitet, im gesamten Kennfeldbereich nicht mehr Anfetten zu müssen.
    Der Direkteinspritzer sorgt übrigens im Vergleich zum Saugrohreinspritzer schon dafür, dass weniger Angefettet werden muss (mehr Ventilüberschneidung möglich, Gemischbildung im Zylinder,...). Dafür mehr Ruß aufgrund der geringeren Gemischbildungszeit.


    Bei den Verbräuchen darf man nicht vergessen, dass die Fahrzeuge bei Test mit komplett ausgeschalteten Verbrauchern (Klima, Radio, Licht, Sitzheizung, etc.), die Batterie voll ist und der Reifendruck passt. Der Test dauert knapp 20min.


    Alles, was kürzer ist (also nur 5-10min Arbeitsweg), Radio, Heizung, Licht, Klima, Navi an ... Kältere Außenluft, dynamischere Fahrweise (un-dynamischer geht nicht ;)) treibt den realen Verbrauch in die Höhe.


    Landstraße muss auch nicht weniger Verbrauch heißen. Wenn ich von Dorf zu Dorf gondeln muss und permanent von 50 auf 100 wieder auf 70 wieder auf 100 wieder auf 50 beschleunigen und Bremsen muss, frisst das eben Sprit. Genauso Berg und Tal Fahrt braucht mehr als im flachen Norden ...


    Also der NEFZ Verbrauch ist nur ein Vergleich der Fahrzeuge untereinander, hat aber keinerlei Aussagekraft, was der Kunde am Ende bei seinem Fahrprofil (AB, Landstraße, Stadt), seiner Fahrweise (dynamisch, Drehzahlschwein, Rollen lassen (Stichwort segeln), Schubabschaltung nutzen, ...) und seiner durchschnittlichen Strecke (5km zum Bäcker vs. 200km AB konstant) erreicht. Je länger die Strecke, desto geringer der prozentuale Anteil am Kaltstart/Motorwarmlauf an der gesamten Betriebszeit.


    Grüße

    Der 1,5l soll eigentlich nicht anfetten und im gesamten Kennfeldbereich mit Lambda 1 fahren wegen dem wassergekühlten Abgaskrümmer/Turbinengehäuse.


    Der Ruß kommt bei älteren Saugbenzinern mit Saugrohreinspritzung aufgrund der Anfettung (Bauteilschutz), bei den Direkteinspritzern aufgrund nicht vollständiger Homogenisierung und damit lokalem Sauerstoffmangel.


    @wolvie
    Vielleicht haben die dir auch einen neuen Softwarestand aufgespielt. Ist nicht unüblich in heutiger Zeit, dass Kunden bei Beanstandung einen neuen Datensatz bekommen.


    Grüße,

    Hi,


    das trifft aber nur auf den 1,5l 3-Zylinder Benziner zu. Der wassergekühlt Krümmer und Turbinengehäuse sorgt primär dafür, dass die Gastemperatur und die Bauteiltemperatur (Ladergehäuse und Turbinenrad) nicht die für Benziner typischen 1050°C erreichen (Diesel liegt ca. bei 850°C, daher werden auch keine VTG Lader in Benzinern verbaut sondern Wastegate-Lader - Ausnahme war Porsche bei einem seiner letzten 911 Turbo).


    Das Nachlaufen des Motors sorgt dafür, dass der Lader und vor allem dessen Lager weiter mit Öl versorgt wird und die Welle nicht fest geht (Wärmestau).


    Grüße

    Naja der Testbericht ist auch an anderer Stelle schlecht recharchiert:


    "220i: zwei Turbos machen dem 2er Beine"


    Aus BMW Twin Power Turbo werden mal eben zwei Lader. Das ist natürlich Käse. Der 4-Zylinder hat nur einen Lader, aber mit zweiflutiger Turbine (Twinscroll), d.h. die Abgasströme von je zwei Zylindern (nämlich jeweils 360°KW Zündabstand) werden erst am Turbinenrad zusammen geführt.


    Das sorgt für ein schnelleres Hochdrehen des Laders und damit für einen zügigen Drehmomentaufbau.

    Würde ich auch auf jeden Fall rein nehmen. Ich denke ich warte auf den nächsten 1er in der Hoffnung, durch Frontantrieb und selbe Plattform wie X1 und 2er AT/GT den entscheidenden Mehrplatz im Innenraum und Kofferraum gegenüber der aktuellen Generation zu haben.


    Und ebenfalls würde mich dann der 3-Zylinder in der 170(177?) PS Variante, die kommen soll, reizen.

    So, heute war es soweit. Ich bin 218i gefahren.


    Ins gesamt eine schöne Erfahrung und ein tolles Auto. Aber ob es das richtige für mich ist, da bin ich mir nicht sicher. Gefallen hat mir die Variabilität der Rückbank, allgemein das Platzangebot. Der Motor ist sehr gut, man merkt den fehlenden (oder die fehlenden 3) Zylinder nicht an. Sehr kultiviert und dezent im Hintergrund verrichtet der kleine 1,5l Benziner seine Arbeit, hat 'nen guten Durchzug und man hat nicht das Gefühl, untermotorisiert zu sein. Wie geht dann erst der 2,0l Benziner? :)


    Der entscheidende Punkt ist das Raumgefühl auf dem Fahrersitz. Aus dem 3er mit Anthrazit-Dachhimmel im 2er ist wie Tag und Nacht. Das Gefühlt ist im ersten Moment sehr seltsam. Und der angesprochene tote Bereich hinter der A-Säule ist sehr ungewohnt. Auch sieht man die Haube nicht. Allgemein fühlt sich das Auto dadurch breiter an als es ist. Ein Gefühl für die Abmaße konnte ich noch nicht entwickeln.


    Ich werde wohl erstmal paar Nächte drüber schlafen und ggf. nochmal einen übers WE ausleihen. Bock auf Fahren mit dem 2er hab ich schon, aber wie lange?


    Wahrscheinlich warte ich auf den nächsten 1er mit Frontantrieb und mache den 3er nochmal fit für die nächsten 2-3 Jahre :)