Ok, also wenn ich Dich richtig verstanden hab macht es Sinn beim Ladeziegel mit "geringer" Ladeleistung zu laden wenn man die Zeit hat
Grundsätzlich ja. Man sollte meines Erachtens aber erst mal den absoluten Wert berechnen und dann beurteilen, ob der vielleicht akzeptabel ist.
Beispiel:
Querschnitt der Leitung: 2,5 mm².
Länge des Kabels: 5m (also 10m "Widerstand").
Ergibt bei herkömmlichem Kupfer einen Widerstand von 0,071 Ohm.
Stromstärke : 10A.
Damit eine Verlustleistung ( P= I² x R) von 7,1 Watt.
Du lädst einphasig mit (P = U x I) 230V x 10A = 2300W = 2,3kW.
Setze das mal ins Verhältnis und bilde eine persönliche Akzeptanzschwelle. Hier kommt wieder der beliebte Unterschied zwischen absolut und relativ ins Spiel:
Absolut:
Multipliziere mal die akkumulierte Ladezeit pro Jahr mit den 7,1 Watt, dann erhältst du das, was du an Energiebezug bezahlen musst, obwohl es nur die Umwelt erwärmt hat.
Relativ:
Teile die 7,1 Watt durch die 2,3kW, dann erhältst du einen Verlustfaktor von 0,31% in diesem Beispiel.
Wie man das einordnet, kommt auf den Betrachtungsstandpunkt an ... ![]()
Ist das auch so bei einer Wallbox?
Letztendlich ist das überall dort so, wo in der Elektrik / Elektronik Strom durch einen Leiter mit ohmschen Widerstand / Verhalten fließt.
Größerer Leitungsquerschnitt = besser, aber auch teurer, schwerer, voluminöser.
2,5mm² sollte man nicht höher als 20A belasten, mit den abgesicherten 16A in der Haus-Elektrik bist du unter normalen Umständen weit im sicheren Bereich.
Würde ich mir momentan eine Wallbox selber bauen, hätte diese auf alle Fälle eine 6mm² Verkabelung. Der Trend wird meines Erachtens ziemlich flott Richtung 22kW Ladeleistung gehen. Da können wir mit dem beschränkten AC-Netz von 230V nur mit 32A hinkommen.
Deshalb wird meine Philosophie auch Richtung DC-only gehen.
Hoffe, behilflich gewesen zu sein!
Gruß
Mike