Der Kraftstoffdrucktank (Benzin/Elektro Hybrid PHEV)

  • weitere Infos zum Kraftstoffdrucktank in einem BMW Patent, wobei es sich nicht um den Tanksystem im 225xe handelt.
    Der Zweck dieses Patents ist den Tank ohne die Tanktaste auf der Fahrerseite wie bei uns verwendet, öffnen zu können.
    Mir geht es um einen Vorteil des Kraftstoffdrucktankes, der im Patent beschrieben wird:


    Zitat aus dem Patent:
    Das genannte Aktivkohlefilter muss immer wieder gespült werden, wobei Umgebungsluft hindurchgeführt und zusammen mit den dann vom Aktivkohlefilter wieder abgegebenen Kraftstoffbestandteilen einer Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs, für deren Versorgung der Kraftstofftank vorgesehen ist, zur Verbrennung zugeführt wird. Diese geschilderte Technik hat sich grundsätzlich bewährt, ist jedoch bspw. bei sog. Hybrid-Kraftfahrzeugen, die alternativ zu einer Brennkraftmaschine auch von einem Elektromotor (oder einem anderen Motor, der nicht aus dem Kraftstofftank versorgtwird) angetrieben werden können, praktisch nicht identischumsetzbar, da es hierbei im Fahrbetrieb des Fahrzeugs lange Zeitspannen geben kann, während derer die Brennkraftmaschine nicht betrieben wird und somit eine wirkungsvolle bzw. zuverlässige Spülung des Aktivkohlefilters nicht möglich ist.
    Bspw.in der eingangs genannten DE41 02 961 A1 ist bereits vorgeschlagen, ein Zustandekommen und Aufrechterhalten von Überdruck gewisser Höhein einem „geschlossenen" Kraftstofftank zuzulassen. Dieser Überdruckkann insbesondere mit mehr oder weniger gefülltem Kraftstofftankauftreten, bspw. wenn dieser (unter Umgebungseinfluss und/oder durchdie Abwärme der Abgasanlage der Fahrzeug-Brennkraftmaschine) erwärmt wird und kein Kraftstoff entnommen wird. Bei einem im vorhergehenden Absatz genannten Hybrid-Kfz tritt dies dann ein,wenn das Kraftfahrzeug elektromotorisch betrieben und der elektrische Fzg.-Antriebsmotor aus einem Akkumulator gespeist wird. Die durch den äußeren Wärmeeintrag resultierende Verdunstung des Kraftstoffs im Tank erhöht dessen Innendruck, was nun jedenfalls bis zu einem gewissen Druckwert zugelassen werden kann, so dass bis dahin keine Entlüftung bzw. Belüftung des Tanks erforderlich ist. Folglich wird dann ein ggf. noch vorhandenes Aktivkohlefilter nicht durchströmt. Vorteilhafterweise reduziert der im Kraftstofftank vorliegende Überdruck zusätzlich die Verdunstungsneigung des Kraftstoffs.


    Hier das komplette Patent:
    https://patents.google.com/patent/DE102007036112A1/de

  • Habt Ihr schon mal probiert, ob sich durch das Drücken der Tankbereitschaft-Taste die ungewollten Benziner-Starts beeinflussen lassen? D.h. ob sie häufiger kommen oder sich verhindern lassen, wenn man nur einfach so gelegentlich den Tankdeckel öffnet und schließt, ohne zu tanken? Zwar wird man dadurch jedesmal etwas Kohlenwasserstoff-Emissionen aus dem Tank verursachen, dafür aber u.U. Emissionen aus dem Motorbetrieb sparen - falls der "Trick" funktioniert und nicht gegenteilig wirkt.

    Gute Idee, diesen Ansatz werde ich verfolgen.


    Als ich neulich wieder einen ungewollten Verbrenner-Start erlebte, hat weder ein Aus- und Einschalten noch ein Zu- und Aufsperren geholfen, jedesmal ist trotzdem wieder der Benzinmotor losgelaufen. Erst nach 400m Fahren und Pause blieb er beim Neustart aus.

    Ich kann in der Garage stehend mit laufendem Motor (Autostart) nach 1 Minute (getestet) die Zündung aus und wieder an machen und fahre dann elektrisch. Habe dann aber Wasser im Auspuff und Benzin im Öl. (was mir halt nicht gefällt)


    Es ist noch die Frage muss eine gewisse Strecke zurückgeegt werden oder reicht es wenn der Motor im Stand für eine gewisse Zeit läuft.
    Vielleicht kann das ja einer mal ausprobieren?

    Bei mir geht es ganz sicher ohne zurücklegen einer Strecke!


    Übrigens habe ich bei meinen Auto-Motorstarts nach 10 Tagen teilweise Stillstandszeiten von 3-5 Tagen gehabt, wo das Fahrzeug ohne Schütteln in der geschlossenen Garage (isoliert incl. Tor) stand. Da hätten keine besonderen Verdampfungen vom Kraftstoff erfolgen sollen. Zumindest einmal hatte ich in solchen 10 Tagen nur 15 km gefahren.

  • Kürzlich ist es wieder passiert: auf 38km rein elektrischer Rund-Route am Zielort (also nach 19km) die Fahrbereitschaft abgeschaltet. Nach einer Minute wollte ich weiterfahren, und da springt der Benziner an trotz halbvollem Akku. Sofort (nach einer Sekunde) habe ich abgeschaltet und den Tank mittels Taster und Deckel geöffnet. Danach, beim zweiten Versuch weiterzufahren ist der Benziner dann ausgeblieben. Und auch beim Start der nächsten Fahrt am nächsten Tag nicht wieder angegangen.
    War das jetzt wegen meiner manuellen Belüftung, oder bilde ich mir es nur ein?
    Wenn ich drandenke, lasse ich inzwischen bei diesem Zwischenhalt die Fahrbereitschaft eingeschaltet. (das geht dort ohne Risiko)

  • War das jetzt wegen meiner manuellen Belüftung, oder bilde ich mir es nur ein?

    Ich glaube nicht.


    Ich hatte einmal folgenden Fall:


    Fahre zum Flugfeld. (Akku eher voll als leer)


    Mache dort die Zündung aus.


    Nach kurzer Zeit wieder an, um noch 2-3m zu rangieren. (in den Schatten)


    Motor geht an. Zündung aus. Motor bleibt aus.

  • Eine manuell angestoßene Belüftung scheint tatsächlich nichts zu bringen.


    Nach 4 Tagen Stillstand mit fast vollem Akku wollte ich elektrisch aus der Tiefgarage rausfahren.
    Start/Stop betätigt -> Benziner springt ungewollt an.
    Sofort wieder ausgeschaltet, erneut probiert -> Benziner springt ungewollt an.
    Gleich wieder ausgeschaltet, Tank mit Taster und Deckel-Öffnen belüftet -> Benziner springt immer noch an.
    20m in der Tiefgarage gefahren, abgestellt -> Benziner bleibt beim Re-Start aus.
    Und genau dann hätte er vielleicht aber doch weiterlaufen sollen, um das schon angefallene Kondenswasser wieder rauszublasen...


    Also braucht es echt nur eine sehr kurze Strecke oder Laufzeit, aber keine Belüftung, um die Steuerung zufriedenzustellen. Und durch ein kurzes Abschalten vergißt sie, daß der Benziner gerade in der Warmlaufphase war und eigentlich noch weiterlaufen müßte, wenn es die Unterbrechung nicht gegeben hätte.

  • Hätte nichts anderes erwartet...
    Ein beaufschlagen des Filters verkürzt die Intervalle der ungewollten Verbrenner starts..


    Einen Abbruch der Filterspülung mit Frischluft verhindert das Belüften des Tanks nicht
    Wenn der Benziner gestartet ist um speziell den Aktivkohlefilter mit Frischluft zu reinigen bringt ein Druckabbau im Tank durch betätigen der Tanktaste nichts da das Steuergerät schon im Modus des Spülen ist.
    Allerdings bin ich mir noch nicht sicher ob nicht doch das einmalige Erreichen des Überdruckes schon ausreicht bei der dann folgenden Fahrt den Verbrenner zu starten??


    .
    Später mehr...

  • Lasst doch das mit dem Kondenswasser.
    Habt ihr eine Ahnung wie lange ihr fahren müsst bis der Auspuff warm genug ist um einen solchen Effekt zu verhindern?
    Und der kurze Start erzeugt auch keine Unmengen an Wasserdampf.
    Das nächste ist, hat der 225xe nen Edelstahlauspuff?
    Ich weiß es nicht.


    Also macht euch keine Sorgen um den Auspuff.


    Die unnötigen Starts stören doch eher wegen den Lagern. Bzw. Kaltstarts.

    Viele Grüße


    Gerhard


    Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf! ;)

  • Also braucht es echt nur eine sehr kurze Strecke oder Laufzeit

    Bei mir genügt eine kurze Laufzeit.



    Ich habe es aber mittlerweile so gelöst, dass ich in meiner TAbelle schaue, wann der letzte Motorlauf war und richte mich dann entsprechend der FAhrstrecke auf Motorlauf ein.

  • Genau weil erst eine nennenswerte Fahrstrecke den Auspuff aufwärmt und trocknet, will ich keine unnötigen Verbrenner-Starts für Kurzstrecken haben.
    Eine Edelstahlanlage hat das Auto nicht. Dennoch eine ausreichend haltbare. Bis die mal durchrostet, werde ich das Auto sicher nicht mehr haben. Aber erstens stört mich fehlende technische Perfektion und zweitens denke ich auch an den Nachbesitzer :saint:
    Natürlich ist der Kaltstart-Verschleiß genauso ärgerlich. Und auch doch wieder egal.

    Ich habe es aber mittlerweile so gelöst, dass ich in meiner TAbelle schaue, wann der letzte Motorlauf war und richte mich dann entsprechend der FAhrstrecke auf Motorlauf ein.

    Da muß ich jetzt zugeben, so intensiv beschäftige ich mich doch nicht mit meinem Auto. Aber Respekt, wer's tut und den Verbrenner-Start vorhersagen kann.