Neue 218d Systemsoftware 9-2018 schaltet mit Brink AHK Auto nicht aus

  • Nein, leider noch nicht. Die Firma Jäger arbeitet mit Hochdruck an einem kompatiblen Trailermodul, allerdings werden aktuell die juristischen Hintergründe bzgl. der Schuldfage geprüft. Denn eigentlich ist ja BMW im Rahmem der aktuellen Softwareupdates verantwortlich für das Problem.


    Da rollt was auf alle Beteiligten zu, schließlich stehen Updates für 1,3 Mio. Fahrzeuge an. Geht man mal großzügig von 1 Promille betroffenen Fahrzeugen aus sind das immerhin 1.300!


    Ich habe nun meine BMW Niederlasung mit Klageandrohung und der Schlichtungsstelle der KFZ Handwerksinnung zur Nachrüstung der Original BMW Anhängerkupplungs-Elektrik bewegen können.


    Für mich kostenlos selbstverständlich.


    Ich hoffe das ich somit ab Anfang November erlöst bin.

    Es gibt keine Probleme, es gibt nur Lösungen

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  • Danke für die Info. Das lässt ja hoffen, dass sich BMW hier mit einbringt. Ich muss im November mit meinem 218D zur ersten Inspektion und werde da die Werkstatt auf jeden Fall zuvor auf das Problem ansprechen. Mal schauen was sie denn daraus machen werden.

  • Was BMW betrifft werden die sich wie immer versuchen schadlos zu halten, sie werden sich meiner Einschätzung nach auch nicht mit den Problemen irgendwelcher Zubehörlieferanten rumärgern, die haben mit dem Abgaskanal genug zu tun!


    D.h. z. B. das meine Niederlassung jetzt eine Klausel in den Werkstattauftrag einbringt wo es heist ... Bei "Tuning"- worunter dann wohl auch die Steuerbox der AHK zählt, Maßnahmen am Fahrzeug übernehmen wir für Schäden oder Fehlfunktionen im Rahmen des Softwareupdates keine Haftung ... etc. blabla ..... Wäre natürlich zu prüfen ob solche Klauseln nicht evt. Vertragswidrig sind oder gegen sonstige gesetzliche Vorgaben verstoßen.


    However ... bleibt zu hoffen das die Fa. Jäger zeitnah ein Ersatzsteuergerät liefern kann, denn für die wird die Sache zukünftig noch unangenehmer schätze ich!


    Wie gesagt prüfen die gerade den juristischen Background, da z.B. bei deren "Verschulden" ja evtl. Schadenersatzpflicht Z.B in dem Fall des obigen ZACHERLS im Raum stünde!?


    So long ....

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  • Hier ein Update zu meinem Fall!


    Anfang November kam endlich Bewegung in die Sache und ich konnte meinen ActiveTourer aus der Geiselnahme "freipressen"!


    Nach Aktivierung des "OberSchlichters" der zuständigen KFZ HandwerksInnung und ADAC-Rechtsschutz unterstützter Klageandrohung mit hohen Schadensersatzforderungen wegen Unverkäuflichkeit mit Wertverlust meines BMW bei gleichzeitig geplanter nun zwangsläufig kreditfinanzierter Neuanschaffung eines X3 hat die BMW Niederlassung nach 3! Monaten eingelenkt.


    Es wurde die notwendige ORIGINAL BMW Elektronik für die AHK nachgerüstet, der BRINK Kabelsatz inkl. Jaeger Trailermodul wurde mir wie gefordert leicht "zerupft" in einer Original BMW-Kiste :D übergeben. Dieser geht über den Distributor nun zurück an die Firma Brink zwecks Kostenerstattung!


    Fast zeitgleich hat mir die Firme Jaeger ein NEUES angepasstes BETA-TrailerModul zugeschickt. Ob dieses, mit einer überarbeiteten Software bespielte Steuergerät (BETA-Stadium) das Problem der "nicht einschlafenden Zündung" gelöst hätte, konnte ich leider nicht mehr testen!


    ALLE welche das gleiche Schicksal ereilt hat, oder höchstwahrscheinlich noch ereilen wird, sollten sich sofort an den technischen Support der Firma Jaeger-Automotive wenden.


    Übrigens, ein erster Test im Stand mit angeschlossenem Fahrradträger zeigt im BC-Bildschirm bei aktivierter PDC das IKON eines Kugelkopfes an. Diesbezüglich gibt es zwischen Original- und Zubehörelektronik KEINEN Unterschied.


    Ansonsten hatte ich bei allen anderen Hardwareteilen wie Querträger mit Kugelkopf, HItzeblech etc. auf die BMW Originale zurückgegriffen sodass es sich nun um eine vollständige BMW Nachrüst-AHK handelt.

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  • Endbericht zu meinem Fall Ende Nov 2018-

    Ausschlaggebend für den Lösungskompromiss war das IDK Schiedsverfahren, das BMW unbedingt vermeiden wollte.

    Nach 11 Wochen mit unverschuldeten sogenannten"Kulanz- Gesamtkosten" durch BMW von rund 1000€ ist auch mein Fall abgeschlossen. BMW- Original AHK- Modul mit kompletter Neuverkabelung und body-domain-control neu verbaut. Brink AHK Mechanik bleibt. Brink- Kabelsatz und Steuergerät ausgebaut und zurückgegeben. Westfalia Fahrradträger mit 13 PINS klappt mit 10 belegten Muffen der BMW- Original- Dose. Alle Funktionen o.K.


    Habe gelernt: BMW pflegt bei Folgeschäden wg. Fremdteilen generell Zahlung und vor allem Kulanz zu verweigern. Eine juristische Klärung der Verursachung, auch die EU- wettbewerbsrechtliche Würdigung des Ganzen ist nicht erfolgt.


    Mein Fall in Stichworten:

    Brink AHK mit Jäger Steuerungsmodul an BMW 218d EZ 9.2015, EU6, für 1024 Euro preiswert und zuverlässig eingebaut durch stop and go im Febr. 2017. Brink und stop and go haben also keinerlei Schuld ! Damals fehlerfreie Einbindung des Brink- Jäger- Wiring-KITs in die Fahrzeugelektronik. 17 Monate alles oK mit der AHK. Fahrzeug Anfang bis Ende September 2018 noch in verlängerter Gewährleistung mit Mobilitätsgarantie und Servicevertrag. Fahrzeug 3 Jahrevollständig in Ordnung!.


    BMW- Fahrzeugsoftware- Komplettaustausch verursacht Folgeschaden mit dem AHK Steuergerät:


    Mit der am 9.9.2018 von der BMW NL Hannover im Zuge der 3 Jahres - TÜV Voruntersuchung unangekündigt eingespielten neuen BMW- Fahrzeugsoftware wird das AHK Fremd- Steuerungsmodul nachträglich inkompatibel gemacht. Ursache: BMW- Softwareupdate für die einskommadrei Millionen (!!!) BMW Dieselfahrzeuge mit Motor B47 mit 2 und mehr Liter Hubraum, EU6, Bj. 2015 und 2016 noch ohne SCR Zusatz-Kat. Begründung der von BMW so benannten „Freiwilligen Technischen Aktion“ sind Sicherheitsprobleme mi der Kühlung des Diesel-Kat und die notwendige neue Steuerung des AGR Ventils sowie Neuausrichtung der Abgasrückführung (höhere Drehzahlen, länger aktiv, heißere Abgase in der Rückführung).Offenbar grundlegende Software- Änderung incl. CAN- Bus- Steuerung und diversen Aggregaten. Fahrzeug schaltet aber DADURCHmit dem Brink wiringkit nicht ab, Entladestrom 1 A. Fahrzeug ist nach drei Tagen tot mit 5,1 Volt Restspannung und wird vom BMW- Notdienst reaktiviert und in die BMW NL Hannover gebracht. Batterie ausgebaut, geprüft und oK.


    BMW baut am 10.9.18 nach zweitägiger Untersuchung der Ursache für einen Kulanzpreis von ca. 600 Euro (42% des originalen BMW Mond- Reparaturpreises) das Jäger Steuermodul aus und legt die Brink AHK still. Vorhaltung an mich: Sie haben Fremdteile verbauen lassen. BMW haftet daher nicht. BMW und stop and go verabreden, dass sich Brink und Jäger um Neuprogrammierung des Brink-Jäger Steuermoduls bemühen.Die BMW NL verweigert aber die elektronische Einbindung auch des angepassten Fremdmoduls in die neue BMW Software. Deshalb später der Rückbau zu Original BMW – Teilen. Ich beantrage Ende September die Eröffnung eines IdK- Schiedsverfahrens nach 4 wöchiger Funkstille bei BMW beim KFZ- Innungsverband Nds. Mitte. Das Anhörungsverfahren endet nach 6 Wochen mit Anruf des Serviceleiters BMW NL Hannover mit dem Angebot, für einen Kulanzpreis von 300€ den Original BMW Steuersatz für die AHK, die Originalverdrahtung und notwendigerweise auch sogar das teure Body-Domain-Modul einzubauen (Normalkosten BMW 400€ Steuergerät, 600-800€ Body-Domain-Modul, Arbeit 400€) Erst jetzt bewegt sich BMW. Die Lehre für Betroffene: Druck aufmachen hilft.


    Neue BMW Reparaturauftrag Klausel:
    Der Auftraggeber erklärt keine Tuning-Fremdteiländerungen veranlasst zu haben. Softwareänderungen sind seitens BMW vorbehalten und möglich, aber für indirekte Auswirkungen auf Fremdteile wird seitens BMW nicht gehaftet. Also: Aufpassen Ihr Bastler und Fremd- Zurüster und OBCD- Programmierer!


    Ich habe BMW auf allen Kanälen (Niederlassung und Werkskundendienst ) mitgeteilt, das sei EU- Wettbewerbsrechts- widrig! Habe das ausgebaute Jäger-Brink AHK-Steuermodul zur Untersuchung über stop and go eingereicht zur Prüfung, ob der hohe Entladestrom darauf hinweist, dass das Modul durch Kurzschluss zerschossen worden sein könnte.


    Die Kosten:


    Bei einem Neuwagen hätte ich für nur 810€ Aufpreis (plus Haken) gleich eine BMW AHK kriegen können. AHK-Nachrüstung BMW aber 2400€! Ich hatte bis jetzt 1000€ Schaden in zweieinhalb Monaten. Damit ist der Vorteil der bisher 17 Monate gut funktionierenden und elektronisch korrekt im System angemeldeten Brink- Fremd AHK von stop and go mit Jäger Steuerungsmodul (1024€) futsch. Die beiden Firmen haben inzwischen ein neu programmiertes Steuermodul für die AHK an BMW- Fahrzeugen entwickelt und lassen noch juristisch prüfen, wer als Verursacher eigentlich verantwortlich wäre.


    Offen gebliebenes Problem der neuen BMW Fahrzeugsoftware vom September 2019:


    Seit einer PI im August 2018 über eine „freiwillige Technische Aktion“ hat BMW bei 1,3 Mio Dieselfahrzeugen mit B47 Maschine Bj. 2015 u. 2016 eine Softwareänderung durchgeführt. Die neue AGR-Steuerung soll unter anderem Brand am Katalysator wg. fehlerhafter Abgaskühlung verhindern: Das AGR Ventil bleibt länger offen, brennt frei, versottet weniger, durch Rückführung zum Motor wird das Abgas in der Fahrt sauberer. ABER: eine mögliche Schädigung des direkt daneben anschließenden Ansaugkrümmers aus Kunststoff durch unzureichend gekühlte evtl. zu heiße rückgeführte Abgase ist nicht abschließend gebannt und bei BMW und einer der Werkstattketten etliche Male bereits Baureihen übergreifend aufgelaufen. Offenbar noch nicht so bei den quer verbauten 218d Maschinen im Active Tourer bekannt.


    BMW ist zwar wegen des im Kompromiss vorzeitig beendeten KFZ- Schiedsverfahrens sachlich durchaus bemüht, aber in den selbständig agierenden Niederlassungen unterschiedlich geldgierig.Einige Beteiligte BMW ler waren freundlich konstruktiv und prima, aber Befehls- gebunden. Forums- Mitglied MCMARC71 hat als Fachmann aus dem Fahrzeugbereich mit Händlereigenschaft wohl viel härter verhandelt und ist selbst Schrauber. Ich bin Normalkäufer, habe diese Möglichkeiten nicht und wurde von der BMW- Kundendienstberatung im Werk (drei verschiedene Anrufe nach 8 Wochen) zunächst ordentlich angehört, fand auch Verständnis, wurde aber dann vom Kulanzbeauftragten abschließend endgültig abgemöbelt. Die weiteren Folgewirkungen der neuen AGR Steuerung werden immerhin im Werk wohl untersucht und jetzt weiter beobachtet. Jetzt ist BMW jedenfalls nicht mehr gutgläubig.


    Soweit der Stand nach 11 Wochen Ende November 2018.



    Meine Gaudifrage lautet:


    Seit Herbst 2018 wird der BMW 218d Active Tourer der 2. Serie mit SCR- Kat und 20,5 Liter Harnstoff- Tank als Euro 6d temp verkauft. Ob ich diese zugelassene Anlage für viel Geld wohl nachrüsten lassen könnte ??? Und wer würde wohl zahlen? 8o:D:P


    Der Bayer Aloysius Fingerl sitzt als Münchner im Himmel mit der Harfe auf seiner Wolke und singt:
    Himmiherrgottsakramentmariaundjosefzefixhallelujahmileckstamarschscheißglumppvarreckts...
    Wenn Sie das fehlerfrei ablesen und aussprechen können, haben Sie es überstanden.


    By the way: mehrere BMW Abteilungsleiter im privaten Bekanntenkreis in München haben sämtlich Redeverbot gegenüber den Kunden. Hon y soit qui mal y pense … :saint::saint::saint:

  • Servus Zacherl,
    danke für den ausführlichen Bericht.
    War ja eine zeit- und nervenraubende Angelegenheit.
    Wie lautet letztendlich Dein Resümee für die Zukunft aus der Angelegenheit, nicht ausschließlich auf BMW bezogen sondern auch der Zukauf von Zubehörteilen ?


    Gruß
    Peter :0027:

    BMW Active Tourer 220i Automat
    Werner – Das muß kesseln!!!

  • Etwas überspitzt ausgedrückt:
    Künftig werden Leistungen abgelehnt, weil im Innenraum ein nicht von BMW stammender Wunderbaum hängt.
    Nicht von uns, geht uns nichts an, dein Problem...


    Die Richtung ist eindeutig. Du darfst das Auto kaufen, fahren und betanken, aber sonst hat jeder, außer dem
    Hersteller und seiner Händler gefälligst die Finger davon zu lassen.


    Das ganze erinnert mich an die Sache mit nicht originalen Druckerpatronen und wie vehement manche Hersteller
    damit umgegangen sind.

  • Der (nehmen wir mal an elektrische, installierte und ans Autosteuergerät angebrachte) Wunderbaum ist doch ein gutes Beispiel.


    Warum soll der Autohersteller bei Problemen dafür haftbar gemacht werden und der Anbieter des elektrischen Wunderbaumes bzw. dessen beauftragte Werkstatt nicht?


    Ich kenne das so, daß zum Beispiel bei einem Softwareupdate auch externe Geräte/Software ein Update benötigen. In der Regel passiert das auch. Die Anbieter können jetzt nicht einfach sagen: „sorry, der Hersteller hat ein Update gemacht, da habt ihr jetzt aber Pech gehabt.“


    Ich finde ich es daher nicht korrekt, wenn die alleinige Haftungsfrage auf den (Auto-)Hersteller abgewälzt wird. Ich bin ja eigentlich kritisch gegenüber Autokonzernen, aber aus juristischer Sicht kann doch nicht alles, was am Auto extern herumgebastelt wird und Fehler und Probleme verursachen könnte, auf den Hersteller abgewälzt werden, darum muss sich schon der Anbieter selbst kümmern, er hat auch eine Haftung zu übernehmen.


    BMW bietet ja auch eigene Lösungen an, die sind zwar teurer, aber da übernimmt BMW zwangsweise auch die Haftung.


    Die Haftung für eine ordnungsgemäße Funktion eines externen Bauteils sollte von denjenigem Anbieter gefälligst auch übernommen werden, der einen solchen Eingriff auch anbietet.


    Es kann nicht sein, dass bei jedem Problem, das mit externen Anbietern in Verbindung steht, der Autohersteller die Haftung zu übernehmen hat.
    Das würde ja letztendlich ausufern, Tür und Tor für jeden Mist müsste vom Autohersteller dann finanziell übernommen werden, sodass selbst schon ein Wunderbaum reichen würde, einen Hersteller zur Kasse zu bitten.
    Sowas ist in Deutschland juristisch zum Glück geregelt.

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