Anschließen einer Autobatterie an die Autosteckdose als Pufferbatterie

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    • Anschließen einer Autobatterie an die Autosteckdose als Pufferbatterie

      Hallo,

      hat jemand dazu eine Info, ob es beim anschließen einer Pufferbatterie zu Problemen kommen könnte?

      Eigentlich sollte ja nach Abschalten der Plus an der Autosteckdose, die angeschlossene Pufferbatterie strom frei geschaltet sein. (vermutlich über Relaiskontakte)

      Den einzigen Nachteil den ich mir vorstellen könnte wäre, dass dann bei einer anderen Steckdose ein eventueller Verbraucher ohne Absicherung die Verkabelung zerstören könnte.

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      Grüße
      AThw

    • meine Steckdose im Kofferraum hat so viel ich mich erinnern kann Dauerplus.

      Wenn die Pufferbatterie ganz leer wäre (und Zündung an ist), könnte der Strom beim Anstecken der 2. Batterie so hoch sein, das die Sicherung der Steckdose fliegt.
      Die Sicherung ist übrigens im Beifahrer Fussraum mit viel Friemelei zu erreichen. Ich musste sie schon mal tauschen.

      google mal nach "Batterie Trennrelais strombegrenzung" da gibt es einige Vorschläge wie man den "Einschaltstrom" begrenzen könnte.

    • qwertz225e schrieb:

      meine Steckdose im Kofferraum hat so viel ich mich erinnern kann Dauerplus.
      Nein, der Strom läuft zwar nach dem abstellen des Autos weiter, wird aber nach einer gewissen Zeit abgeschaltet.
      Selbst schon mit Kühlbox probiert.

      Das mit der Schonung der Hauptbatterie ist so ne Sache. In modernen Euro 6 PKW liefert die Lima ja keinen Dauerstrom mehr, sondern nur noch bei bedarf. Beim nachladen fließt der Saft also eh erst von Hauptbatterie in die Zusatzbatterie und diese wird dann bei bedarf von der Lima versorgt. Belastet wird sie also so, oder so.

      Mir stellt sich da eher die Frage was günstiger kommt.
      1: Direktes Laden der RC Akkus, auch wenn deswegen die Hauptbatterie evtl ein-zwei Monate früher den Geist aufgeben sollte.
      2: Oder der Kauf einer zb --Power Station-- (Beispiel) um die PKW Batterie komplett in ruhe zu lassen.

      Allein schon aus Platz und Gewichtsgründen, wäre mir #1 am liebsten.
      Früher war Sex sicher und Motorsport lebensgefährlich.
      Heute ist es umgekehrt...

      >>> Jvb`s 218i AT <<<
    • @qwertz225xe hat Recht, direkt anschließen würde ich auch keine zweite Batterie, weil dann die Strombegrenzung fehlt. Und Akkus können viel Strom liefern...

      Auch @JvB kann man beipflichten:
      Willst Du wirklich soviele Amperestunden aus dem Auto ziehen, daß es einen nennenswerten Teil der Kapazität der Fahrzeugbatterie darstellt?
      (falls die Modellbau-Akkus nicht 12V haben, vergleiche es in Wattstunden)

      Und überhaupt, @AThw hat einen 225xe, kann da nicht die 12V-Fahrzeugbatterie aus der Hochvoltbatterie nachgespeist werden? Es muß dafür ein DC-DC-Konverter verbaut sein, anders kann die 12V-Ebene des xe nicht versorgt werden - es gibt ja keine 12V-Lima, nur den HVSG.

    • Vielleicht kann ich ja auch was zum Thema beitragen:

      Hier kann man sehen, wie Hochvolt-Einheit, DC/DC-Wandler und 12V-Bordnetz zusammen hängen:
      newtis.info/tisv2/a/de/f45-225…ply/alternator/1VnYcOAO4o

      Hier kann man sich informieren, wie das Hochvolt-Bordnetz funktioniert und was alles dran hängt:
      newtis.info/tisv2/a/de/f45-225…oltage-electrical-system/

      Hier kann man schön sehen, wie die Steckdosen / USB-Schnittstellen mit Spannung versorgt werden:
      newtis.info/tisv2/a/de/f45-225…tte-lighter-power-socket/

      Man beachte:
      Vor den Steckdosen befinden sich keine Relais. Alles wird über Sicherungen direkt vom Stromverteiler Z7 versorgt.

      Mir persönlich ist aufgefallen, dass diverse Geräte (zB Head-Unit, USB-Buchsen) auch nach dem Verriegeln des Fahrzeugs noch eine gewisse Zeitlang mit Spannung versorgt werden.

      Habe dann heute den Test gemacht: LED-Lampe an der 12V-Steckdose im Kofferraum angeschlossen, Auto verriegelt, LED bleibt an. Ca drei Minuten gewartet, LED blieb an. Nach 25 Minuten erneut kontrolliert, LED war aus. Das Intelligente Batteriemanagement (IBM) schaltet also innerhalb dieses Zeitraums die Versorgung ab.

      Das erste Problem bei AThw's Projekt sehe ich darin, dass NACH dem automatischen Abschalten durch das IBM, das Bordnetz durch die Pufferbatterie weiter versorgt wird, da ja kein Trennrelais vorhanden ist. Damit liegen an Steuergeräten und Geräten Saft an, wo eigentlich nichts sein sollte.
      Das zweite Problem ist, wie schon richtig erkannt, die Spannungsdifferenz zwischen Bordnetz und Pufferbatterie. Nicht nur beim Einstecken, sondern bei jedem Entriegeln, Zündung einschalten und erst recht nach dem Motorstart können (und werden) hier Ströme fliessen, die weit über der Absicherung von 20 Ampere liegen.
      Ein weiteres Problem sehe ich da bei der Ladungssicherung. Bisher kam ja nicht zur Sprache, um was für einen Batterie-Typ es sich handeln soll. Die 95 AH AGM, die ich gewechselt habe, wog locker mal über 25kg. Das würde ich bei einer Vollbremsung nicht durch den Fahrgastraum fliegen haben wollen.

      Mein Ratschlag wäre der gleiche, wie Nr 1 von JvB. Solange du darauf achtest, dass die Batterie nicht tiefentladen wird, ist das alles kein Problem.
      Achte natürlich darauf, dass beim Laden der Modellbau-Akkus die Zündung nicht die ganze Zeit an ist, sonst ist die Freude nicht von langer Dauer.
      Und wenn in Radio-Stellung die ständige Abschalterei nervt, dann kannst du immer noch eine zweite Batterie zuhause mit dem Ladegerät voll machen und dann (sicher verstaut !!!!) mitnehmen.

      Gruß
      Mike

      "Und fiel ich auf die Schnauze, hieß es: Aufstehen, Krone richten, weitergehen!" (Philipp Burger)

    • run-mike schrieb:

      Mein Ratschlag wäre der gleiche, wie Nr 1 von JvB. Solange du darauf achtest, dass die Batterie nicht tiefentladen wird, ist das alles kein Problem.
      Ja, ein Bleiakkumulator sollte keine zu tiefe Entladung haben. Eine Nachladung über die Hochvoltbatterie wäre eigentlich kein Problem, wenn ich den Schlüssel im Auto liegen lassen könnte.

      Aber, da könnte ja einer mit dem Auto wegfahren, während ich fliege.


      Mit meinem Golf habe ich das mit der zweiten Batterie so schon gemacht. (problemlos) Nachdem ich von meiner Frau schon Starthilfe angefordert hatte. (weil ich nicht mehr nach Hause fahren konnte)

      Beim vorigen BMW hatte ich mit dem Laden der Modellbauakkus die Batterie etwas geschädigt.


      Dann müsste ich also für eine Dauer plus an den Steckdosen sorgen. (die Hochvolt könnte das über den DC-DC Wandler das ab)

      Grüße
      AThw

    • AThw schrieb:

      Beim vorigen BMW hatte ich mit dem Laden der Modellbauakkus die Batterie etwas geschädigt
      Ja, auf ähnliche Art habe ich auch schon meine Erfahrungen gemacht. Um einen lückenlosen Nachweis nicht zu gefährden, lasse ich beim Cabrio die Batterie im Winterschlaf dran. Nach sechs Jahren war dann Schluss. Die Exide AGM 95AH kostet aber im freien Handel gerade mal 160 Euro. Wechsel ist in 10 Minuten passiert. Neue Batterie registrieren ist ja auch kein Problem mehr.
      Gehen wir mal von einer regulären Lebensdauer von acht Jahren aus, sind das nur 75% des Erreichbaren. 25% von 160 € sind 40 Euro, die MICH der ganze Spaß kostet.


      AThw schrieb:

      Dann müsste ich also für eine Dauer plus an den Steckdosen sorgen. (die Hochvolt könnte das über den DC-DC Wandler das ab)
      Meine persönliche Meinung:
      Bevor du am elektrischen System Veränderungen vornimmst, um die Kofferraum-Steckdose mit Dauerplus zu versorgen, würde ich mit entsprechenden Klemmen das Akku-Ladegerät am sogenannten "Fremdstartpunkt" anschliessen. Der hat auf jeden Fall 12V-Dauerplus. Leider habe ich noch keinen 225xe in den Fingern gehabt und weiss daher nicht, wo sich der befindet. Steht aber mit Sicherheit in der Betriebsanleitung.

      Gruß
      Mike

      "Und fiel ich auf die Schnauze, hieß es: Aufstehen, Krone richten, weitergehen!" (Philipp Burger)

    • run-mike schrieb:

      Der hat auf jeden Fall 12V-Dauerplus. Leider habe ich noch keinen 225xe in den Fingern gehabt und weiss daher nicht, wo sich der befindet. Steht aber mit Sicherheit in der Betriebsanleitung.
      Danke, dass ist wahrscheinlich die beste Idee. Da habe ich Saft ohne Limit und bei Zündung an, geht es dann auch gleich richtig zur Sache.

      Diesen habe ich schon in der Anleitung gefunden.

      Grüße
      AThw

    • AThw schrieb:

      Danke, dass ist wahrscheinlich die beste Idee. Da habe ich Saft ohne Limit und bei Zündung an, geht es dann auch gleich richtig zur Sache.
      Der Fremdstartpunkt muß ohne Zündung mit Spannung versorgt sein. Darüber lädt man ja auch die 12V-Batterie.
      Ich habe die Stromaufnahme beim F46 in Stellung Zündung noch nicht gemessen, bei meinen anderen BMWs liegt die aber immer jenseits von 10 Ampere, OHNE große Verbraucher wie Licht, Heckscheibenheizung, Lüftung etc eingeschalten zu haben.
      Der Hintergedanke meines Ratschlags zum Fremdstartpunkt war eben, dass in dem Fall gar KEINE Bordnetz-eigenen Verbraucher aktiv sind, das schont den Ladezustand der Batterie ganz enorm.
      Und die entnommene Energie-Menge wird ja vom IBM trotzdem registriert.


      Kompass schrieb:

      Das "ohne Limit" ist ganz wörtlich zu nehmen: der Starthilfepunkt ist bestimmt nicht abgesichert, die Verwendung einer Sicherung im Kabel sinnvoll.
      Ohne Frage: Eine Sicherung ist natürlich immer eine gute Idee. Ich bin aber davon ausgegangen, dass das Akku-Ladegerät, da es ja zum Betrieb mit 12V geeignet ist, eine eigene, dem Verwendungszweck entsprechende, Absicherung besitzt.

      Grüsse
      Mike

      "Und fiel ich auf die Schnauze, hieß es: Aufstehen, Krone richten, weitergehen!" (Philipp Burger)

    • AThw schrieb:

      Aber bist du dir sicher, dass ohne Stromversorgung des Steuergerätes das IBM arbeitet?
      Ja. Absolut. 100%. Als ich beim E90 damals Fehlersuche betrieben habe (weil die Start-Stop-Automatik [MSA] nicht mehr funktioniert hat, und ich alle anderen Abschaltverhinderer ausgeschlossen hatte), habe ich mit dem Diagnose-System mehrfach ausgelesen. Unter anderem vor und nach dem Laden der Batterie mit externem Ladegerät, welches ich über einen Energiezähler betrieben habe. So habe ich festgestellt, dass weniger als 70% der "reingestopften Wattstunden" tatsächlich in der Batterie verblieben sind. Das IBM führt nämlich exakt Buch über den Ladezustand (sogar wieviele Tage mit welchem Prozentsatz). Das ist wie eine ausführlich geführte Lebenslaufakte.
      Es kann nämlich auch erkennen, wenn der Ladezustand stärker als normal sinkt, obwohl keine oder kaum Ruheströme fliessen. Und wenn das IBM der Ansicht ist, dass der Alterungsprozess der Batterie zu weit fortgeschritten ist, wird die MSA deaktiviert.
      Umgesetzt wird das Messen der Energiebilanz ganz einfach mit einem Shunt (Messwiderstand) z.B. zwischen Minuspol und dem Masseband. Der Spannungsabfall hierüber wird positiv oder negativ registriert, in Stromfluss umgerechnet und entsprechend bilanziert.
      Deshalb ganz wichtig:
      Immer über den Fremdstartpunkt Laden oder Abzapfen, niemals direkt an die Batterie dran gehen.
      Viele Systeme müssen ja echten Dauerplus haben (Empfänger Fernbedienung, Zentralverriegelung, Parklicht und viele mehr) und müssen schließlich auch vom IBM überwacht und bilanziert werden.

      Am Fremdstartpunkt kannst du mit reinem Gewissen "Zapfen".

      Viel Erfolg dabei ... :thumbup:

      Mike

      "Und fiel ich auf die Schnauze, hieß es: Aufstehen, Krone richten, weitergehen!" (Philipp Burger)