Reifen mit Stern oder ohne

  • Hallo,
    bin neu im Forum. Seit 2 Monate fahre ich AT220i und bin total begeistert.
    Früher hatte ich E91 330dXdrive 2011 und das Auto war extrem empfindlich was Reifen angeht z.B. VA 225/40 R18 und HA 255/35 R18 gab es nur Michelin PS mit BMW Stern alle anderen hatten Sägezahn und waren Hart, laut.(Fahrwerke sollten damals auf Rand flat abgestimmt werden)
    Ich weis dass F45 eher ein MINI ist als BMW (wegen Frontantrieb:-) deswegen meine Frage an erfahrene F45 Fahrer was z.B. 225/45 R18 betritt.
    Fährt F45 nur mit BMW Stern Reifen gut?
    Oder spielt es bei dem Auto keine Rolle und extra abgestimmte Reifen auf AT haben keine Vorteile gegen z.B. Michelin Pilot Sport 4 225/45 ZR18 (95Y) XL


    Wäre super falls es jemand technisch begründen kann.
    Vielen Dank! :)

  • Bei dem Thema gehen die Meinungen weit auseinander. Die einen Schwören auf Reifen mit Stern, anderen ist es völlig egal und die fahren trotzdem. Für mich ist das in erster Linie eine Bevormundung seitens des Herstellers. Ein Toyota fährt mit * Reifen auch nicht wesentlich besser... ;)
    Das schlimmste was mit Reifen ohne Stern passieren kann:
    Käufer: "Hallo, ich hab Fahrwerksgeräusche ab ca 120 km/h"
    Händler: "Das liegt an den nicht von BMW freigegebenen Reifen an ihrem Auto"

  • Ich denke auch wie JvB. Der Stern ist meiner Meinung ein „Druckmittel“, bestimmte Reifenmarken zu kaufen. Lustigerweise gibts ja viele Reifen mit Stern- und MO-Symbol auf einem Reifen. MO ist für Mercedes.


    Nun erkläre man mir, wie man gleichzeitig Reifen speziell für BMW UND für Mercedes entwickelt und was das konkret bewirken soll?
    Was im Detail ist denn nun genau für Mercedes und was am Reifen dann für BMW? Schwachsinn, oder?


    Das gleiche ist mit der Vorgabe bestimmter Marken beim Motoröl. Es muss ja immer BMW daraufstehen.


    Der einzige Vorteil könnte die sogenannte Reifengarantie sein. Ob das dann wirklich funktioniert und ob das sich wirklich rechnet, weiß ich nicht und bezweifle ich.

  • Bei meinem Letzten habe ich die Achsen vermessen lassen.
    Bevor in Erwägung gezogen wurde, dass BMW dies bezahlen könnte, hat der SB die Reifen auf die Sternmarkierung überprüft.


    Seitdem würde ich im Zweifelsfall lieber mit Stern nehmen. Kosten ja auch nicht mehr, nur die Auswahl ist eingeschränkter.


    Grüße!

  • Ganz vergessen :saint: Ich hatte das Thema ja schon mal mit meinen Goodyear Winterschlappen durchgekaut.


    KLICK: Haben Reifen mit BMW Kennung ein extra Profil?


    Wo jetzt genau die Unterschiede liegen, konnte/wollte mir weder Goodyear, noch BMW sagen und selbst auf explizite
    Nachfrage meinerseits kam da nur sehr allgemeines Blabla. Für mich hatte das ganze einen eher faden Nachgeschmack.
    Ok, einerseits ist der Reifen explizit nach BMW vorgaben entwickelt und bestimmt nicht schlecht. Auf der anderen Seite
    ärgert es mich schon etwas, das ich den Reifen zwar kaufen, aber nichts genaueres darüber wissen darf.
    Offenheit gegenüber dem Kunden sieht für mich anders aus...


    Mein nächster Satz ist jedenfalls einer ohne Stern. Da kann ich mich dann schon vorher selbst in diversen Tests informieren,
    für was genau ich mein Geld ausgebe. Reifen mit Stern wurden meines Wissens noch nirgends verglichen.

    Einmal editiert, zuletzt von JvB ()

  • Lustigerweise gibts ja viele Reifen mit Stern- und MO-Symbol auf einem Reifen. MO ist für Mercedes.

    Musste für meinen AT noch keine neuen Reifen kaufen. Kann nur von meiner Erfahrung mit MO Reifen damals auf meiner W204 C-Klasse breichten. Hatte als erstes die Werksreifen (Yokohama waren das glaube ich) drauf. Als die runter waren bin ich auf Conti ohne das MO Symbol umgesteigen, habe die Erfahrung gemacht, das das Fahrzeug mit "normalen" Reifen wesentlich leiser war und besser auf der Straße lag.


    Wenn die Reifen am AT fällig sind werde ich mich auch ehr auf Tests verlassen und mich nicht vom Hersteller bevormunden lassen.

    2015 BMW 214d GT

    2023 BMW 520d xDrive

    2022 Smart Forfour EQ

  • ich habe folgende Erfahrungen mit Runflatreifen gemacht:


    Bmw X1 20d Xdrive: Riss an der Seitenflanke hinten links. Urteil: alle 4 Reifen müssen erneuert werden, weil Profildifferenz zwischen VA und HA > als 2mm war. Die Räder waren original BMW-> kein Kulanz vom BMW bzw. Goodyear. Als Ersatz wurden normal Contireifen montiert. Danach wollte ich nicht mehr zu Runflat wieder zurück. Normale reifen waren viel komfortabler und ruhiger, Spurrillen-Effekt war komplett weg.


    normale Winterreifen von Dunlop, nach 4-5 Jahren Auflösung der Gummimischung in der Laufläche, einzelne Lamellen wurden aus dem Profil rausgerissen. Das Gummi auf dem Profil hat sich fleckenweise 3-8mm abgeblättert. Fahrstil normal.


    2er AT 220D: Nach 30-35tkm Sägezahnbildung an der VA (Runflat), weil der Vorbesitzer die Räder zwischen VA und HA nie gewechselt hat. Seit 10tkm Ganzjahresreifen von Vredestein drauf bis jetzt normale Abnutzung.


    Kompressor und Reifendichtmittel sind immer im Auto dabei.

  • Wir fahren mittlerweile all unsere BMW mit "Nicht-Stern-Reifen".


    Der Neueste wurde bereits vor der Übergabe als Neuwagen in der NL


    auf deren Kosten auf die Reifen meiner Wahl umgerüstet. Die BMW


    "Empfehlungen" sind bei uns immer bretthart, laut wie´n Panzer und nach


    relativ kurzer Laufleistung abgefahren gewesen - keine Ahnung nach was BMW


    seine Reifen aussucht? Mit meinen Vorlieben passt das jedenfalls nicht.


    Da wird wohl viel geschmiert....

    Gelegenheits - Active Tourer (F45) - 218d Fahrer

  • keine Ahnung nach was BMW


    seine Reifen aussucht?

    Vielleicht nach genau den Kriterien, die du erwähnt hast... Der Rubel muss rollen, so schnell und so früh wie möglich!
    Ich glaube dass der ganze Reifenstern- und RDKS-Zirkus einfach nur eine riesige lobbyistische Veranstaltung ist, mit der sich viele Branchen zusammen viel Geld in die Taschen verdienen.


    Der "Stern" am Reifen für BMW ist meiner Meinung nach lediglich ein "Kundenbindungsinstrument", womöglich beschert er den Reifenherstellern mehr Aufträge und Geld. Für BMW/Mini ist es dazu ein gezieltes Druckmittel auf die eigenen Kunden, auf (gleich gute oder bessere?) Fremdfabrikate zu verzichten. RDKS ist dazu die m.M. nach unnötigste, teuerste und unnachaltigste Möglichkeit, den Luftdruck eines Rades zu kontrollieren. Dazu ist sie auch noch Anfällig bezüglich Ausfall und die Programmierung von (fremd-)Sensoren führt zu erhöhtem Servicebedarf, es sei denn, man kauft die -dann noch mal teureren- eigenen Hersteller-Sensoren.


    Nachdem was ich die letzten Jahre von der Autoindustrie alles so mitbekommen habe, glaube ich gar nichts mehr und dass wir einfach nur kollektiv verarscht und über den Tisch gezogen werden mit überteuertem und sinnlosem Scheiß und viele in Deutschland das alles noch glauben und verteidigen.


    Es gibt kaum Studien in Deutschland zu Autos, egal zu welchem Thema. Auch das Thema Winterreifen-Sommerreifen ist noch nicht nachhaltig untersucht. Ich glaube auch warum. Die Behauptung, dass Sommerreifen unter 7 Grad Celsius immer und auf jeden Fall schlechter als Winterreifen seien, ist so eine typische Lüge, die längst widerlegt wurde, aber mittlerweile wieder aus dem Blickfeld verschwunden ist. Heute noch werben Konzerne und Händler ganz unverblümt mit dieser Lüge als angstmachendes Druckmittel.



    Ich habe mittlerweile so einen Hals auf unsere widerlichen Autokonzerne und auf unser korruptes (bayrisch geführtes) Regierungssystem, was das alles auch noch unterstützt (nichts gegen dieses eigentlich schöne Bundesland).



    PS: Die Reifendruckkontrolle des ganz neuen Countryman meiner Partnerin ist heute morgen ausgefallen und will keinen Reifendruck mehr prüfen. Schon wieder muss man Zeit und Geld investieren und zum Service fahren. Das ist unglaublich

  • Und warum das ganze? Weil es uns als unbedingt nötig angepriesen wurde und wir es klaglos hin nehmen. :whistling:


    Diese "Reifenbindung" ist ja nur ein Baustein, der Bevormundung seitens der Hersteller. Um mal bei meinem zu bleiben:


    -Automatische Regelung der Lautstärke beim Radio auf ein vom BMW vorgegebenes Maß (Start/Stop).
    -15 Min Serviceannahme, von denen 12 Min mit Kratzer/Dellen suche verstreichen, die Restlichen 3 für das was eigentlich gemacht werden soll.
    -Das nicht sehen dürfen der getauschten Axiallagerschalen.
    -Den Leihwagen einfach so bekommen, aber bei Rückgabe nach evtl Beschädigungen sehen wollen.
    -Das "androhen" von Kosten, falls man bei der Fehlersuche nichts findet.
    -Schon drei Email anfragen, auf deren Beantwortung ich bis heute warte.


    Ich sage es mal so rum: Von dem ganzen "Premium Gerede" VOR dem Kauf, ist danach nicht mehr al zu viel übrig geblieben. Oder ist das so gemeint, das ich einfach zahlen und nicht fragen soll?
    An sich sind wir mit unserem AT immer noch zufrieden, aber alles weitere hat einen sehr faden Beigeschmack.


    Wir werden unseren AT deswegen jetzt nicht verkaufen und und den Hersteller wechseln. Aber ob in 6-8 Jahren dem ersten BMW ein zweiter folgen wird? Wenn ich die letzten vier Jahre Revue passieren lasse, dann wohl eher nicht.